"Die Nacht davor" Musik von und für Frauen von Renaissance bis Romantik

Wittenberger Hofkapelle  

Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg

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Event organiser: Wittenberg-Kultur e.V., Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Deutschland

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Schon mal etwas von Élisabeth Jacquet de La Guerre gehört? Von Luise Reichardt? Das lässt sich ändern! Musik dieser Komponistinnen erklingt in der »Nacht davor«, der alljährlichen gemeinsamen Veranstaltung der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt mit dem Wittenberger Renaissance Musikfestival. Ziemlich genau 100 Jahre liegen zwischen den Geburts- und Sterbedaten der Französin Élisabeth Jacquet de La Guerre und der deutschen Sängerin und Komponistin Luise Reichardt. Was sie einte, war ihre Leidenschaft, der sie ihre aufopferungsvollen, entbehrungsreichen Lebensläufe widmeten – der Musik. Umrahmt werden ihre Kompositionen durch Lieder und Instrumentalstücke, die für Frauen geschrieben wurden oder ihretwegen entstanden. Die Wittenberger Hofkapelle hat eigens aus diesem Anlass ein anrührendes Programm mit Beispielen aus dem Lochamer-Liederbuch bis hin zu Vokalkompositionen von Johann Franz Xaver Sterkel, einem Zeitgenossen Ludwig van Beethovens, zusammengestellt.

Location

Lutherhaus
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg
Germany
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Das einstige Wohnhaus des Reformators Martin Luther beherbergt heute das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Im ehemaligen Augustinerkloster verbrachte Luther lange Jahre als Mönch und als Familienvater, heute erzählt hier eine Dauerausstellung vom Leben und Wirken des so bedeutsamen Pfarrers aus Wittenberg.

Das sogenannte „Schwarze Kloster“ wurde 1504 von Augustinermönchen erbaut, die das Grundstück zugewiesen bekamen, um hier eine Bildungsstätte und ein Schlafhaus für das Ordensstudium zu errichten. Nur kurz darauf, 1507, bezog Martin Luther als neu geweihter Priester sein Quartier, promovierte an der Wittenberger Universität und übernahm daraufhin eine Professur. Hier in der Lutherstube hatte er seinen reformatorischen Geistesblitz und schrieb die Dokumente, auf die sich heute eine ganze Kultur stützt. Das nach der Reformation verwaiste Kloster wurde dem Theologen übertragen, der es mit seiner Frau Katharina von Bora und den Kindern bis zu seinem Tod 1546 bewohnte. Nachdem es daraufhin noch lange von der Universität genutzt wurde und als ehemaliger Wohnsitz des Reformators großes Ansehen genoss, verfiel das Gebäude aber. Bis sich 1842 die Bürger über den Zustand des Lutherhauses beschwerten und auf Initiative des Bürgermeistern das heutige Museum begründet wurde.

Tausende Besucher pilgern hier ins Lutherhaus, um die außergewöhnliche Aura der fast im Originalzustand erhaltenen Lutherstube zu spüren. Doch nicht nur die ist sehenswert: Ausschließlich originale Exponate zeugen von Leben, Werk und Wirkung des Reformators. Dazu gehören nicht nur eine Mönchkutte Luthers, sondern auch die Predigtkanzel der Stadtkirche, sowie seine Bibeln und Flugschriften. Im zweiten Geschoss ist außerdem eine der umfangreichsten Sammlungen der bildlichen Lutherrezeption zu finden.