"Die Nacht davor: 1517. Eine musikalische Stadtführung"

Texte und Musik mit Dr. Stefan Rhein und der Wittenberger Hofkapelle  

Collegienstraße 54 Deutschland-06886 Lutherstadt Wittenberg

Tickets ab 30,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Wittenberg-Kultur e.V., Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Deutschland

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Ermäßigungsinformationen

Kinder bis 18 Jahre frei
Schüler, Studenten, Arbeitslose, Schwerbeschädigte bekommen ermäßigten Preis
Begleitpersonen von Schwerbeschädigten mit "B" im Ausweis frei
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Veranstaltungsinfos

Der Abend mit dem geheimnisvollen Titel „Die Nacht davor“ zählt zu den Publikumsmagneten im Wittenberger Jahreskalender. Alljährlich laden die Stiftung Luthergedenkstätten und das Wittenberger Renaissance Musikfestival am Vorabend des Reformationsjubiläums zu Texten und Musik ein. Traditionell gestaltet die Wittenberger Hofkapelle den musikalischen Teil. Gemeinsam mit Dr. Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, unternimmt sie in diesem Jahr eine musikalische Reise durch das Jahr 1517 in Wittenberg, damals ein Zentrum des europäischen Geisteslebens: Aus ganz Europa kamen Schüler und Studenten an die Universität zu Wittenberg, die zu Melanchthons und Luthers Zeiten die meistbesuchte in Deutschland war.

Ort der Veranstaltung

Lutherhaus
Collegienstraße 54
06886 Lutherstadt Wittenberg
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Das einstige Wohnhaus des Reformators Martin Luther beherbergt heute das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Im ehemaligen Augustinerkloster verbrachte Luther lange Jahre als Mönch und als Familienvater, heute erzählt hier eine Dauerausstellung vom Leben und Wirken des so bedeutsamen Pfarrers aus Wittenberg.

Das sogenannte „Schwarze Kloster“ wurde 1504 von Augustinermönchen erbaut, die das Grundstück zugewiesen bekamen, um hier eine Bildungsstätte und ein Schlafhaus für das Ordensstudium zu errichten. Nur kurz darauf, 1507, bezog Martin Luther als neu geweihter Priester sein Quartier, promovierte an der Wittenberger Universität und übernahm daraufhin eine Professur. Hier in der Lutherstube hatte er seinen reformatorischen Geistesblitz und schrieb die Dokumente, auf die sich heute eine ganze Kultur stützt. Das nach der Reformation verwaiste Kloster wurde dem Theologen übertragen, der es mit seiner Frau Katharina von Bora und den Kindern bis zu seinem Tod 1546 bewohnte. Nachdem es daraufhin noch lange von der Universität genutzt wurde und als ehemaliger Wohnsitz des Reformators großes Ansehen genoss, verfiel das Gebäude aber. Bis sich 1842 die Bürger über den Zustand des Lutherhauses beschwerten und auf Initiative des Bürgermeistern das heutige Museum begründet wurde.

Tausende Besucher pilgern hier ins Lutherhaus, um die außergewöhnliche Aura der fast im Originalzustand erhaltenen Lutherstube zu spüren. Doch nicht nur die ist sehenswert: Ausschließlich originale Exponate zeugen von Leben, Werk und Wirkung des Reformators. Dazu gehören nicht nur eine Mönchkutte Luthers, sondern auch die Predigtkanzel der Stadtkirche, sowie seine Bibeln und Flugschriften. Im zweiten Geschoss ist außerdem eine der umfangreichsten Sammlungen der bildlichen Lutherrezeption zu finden.