Die Macht dieses Lochs

Hysterisches Globusgefühl  

Pappelallee 15
10437 Berlin

Tickets ab 16,50 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Ballhaus Ost, Pappelallee 15, 10437 Berlin, Deutschland

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1. Kategorie

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Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungen nur gegen Vorlage eines gültigen Berechtigungsnachweises.
Ermäßigte Karten erhalten Schüler, Studenten, Arbeitslose und Rentner bei Vorlage des entsprechenden Nachweises. Schwerbehinderte erhalten gegen Nachweis ermäßigten Eintritt, für die Begleitperson ist der Eintritt frei. Da nicht alle Veranstaltungen am Ballhaus Ost barrierefrei zugänglich sind, bitten wir um telefonische Voranmeldung unter 030 44 049 250. Sonderpreise für Schulklassen und Gruppen auf Anfrage.

Bereits erworbene Karten können grundsätzlich nicht zurückgenommen oder umgetauscht werden.
Für verfallene Karten wird kein Ersatz geleistet.
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Veranstaltungsinfos

Gemeinsam mit dem Publikum und beseelt von kafkaesken Alptraumszenarien geht es ins Loch des ultimativen Talkshow-Horrors: Liefert der fernsehtägliche Diskurs der Diskurse Antworten und Lösungen all unserer Probleme?
Es ist Sonntagabend, und wie jeden Sonntag folgt auf den öffentlich-rechtlichen Krimi die öffentlich-rechtliche Talkshow live aus der Hauptstadt. Das Performancekollektiv Hysterisches Globusgefühl tanzt aus der Reihe journalistischer Größen wie Anne Will und Maybrit Illner und sendet seine eigene reißerische, plakative, anmaßende Talkshow in den Äther. Die Performer*innen untersuchen, wie sich zum Wochenausklang Politik und Angst miteinander verschränken und entwerfen ausgehend davon ein hysterisches Talkshow-Format. Sie stellen den politischen Diskurs auf den Kopf, beschwören ungehemmt ihre Ängste und entdecken darin neue Formen des Sprechens und Verschweigens von Angst. Der populistischen Manipulation von Gefühlen fügen die Performer*innen die paranoide Logik von Kafkas Erzählung »Der Bau«, atonale Chöre, Albträume und Wasserschlachten hinzu. Das Publikum findet sich wieder in einer Höhle, einem Bunker, einem Labyrinth, einem Studio und einer Lagerhalle für das Mobiliar abgesetzter Talkshows. Das Theater als Ort des ausgestellten Dialogs, der Furcht und des Mitleids spielt in dieser Performance seine Stärken gegen die medialen Inszenierungen von Angst aus.

Hysterisches Globusgefühl formierte sich erstmals 2011 für die Demoperformance »Macht was: Macht nichts!«, die auf Anhieb mit dem Jurypreis des Festivals »ARENA… der jungen Künste« ausgezeichnet wurde. Bei Hysterisches Globusgefühl werden öffentlicher und Theaterraum ineinander verschränkt. Die Straßen werden zur Theaterbühne, das Theater Schauplatz politischer Auseinandersetzung. Formen des Protests und Ästhetik der Subkulturen werden in ihren Arbeiten verfremdet, auf ihre Grundformen reduziert und daraus neu entworfen. Antrieb ist die Suche nach alternativen Möglichkeiten, sich angesichts der diffusen politischen Verhältnisse zu positionieren. Die Frage nach bewusstem Handeln, politischer Interaktion sowie der Relevanz von Problemen steht dabei im Zentrum ihrer Arbeit. Die aktuelle Produktion ist die zweite Arbeit am Ballhaus Ost und bereits die sechste abendfüllende Performance des Kollektivs.

In deutscher Sprache.

von und mit: Hysterisches Globusgefühl (Elisabeth Lindig, Lea-Sophie Schiel, Arne Schirmel, Dorothea Schmans, Melanie Zipf)
Bühne, Kostüme: Sarah Hoemske
Musik: Stefan Faupel
Videodesign, Kamera: David Campesino
Licht: Dirk Lutz
Ton, Video: Frank Heise
Produktionsassistenz: Linda Glanz
Produktionsleitung: Johanna J. Thomas

Eine Produktion von Hysterisches Globusgefühl in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Ort der Veranstaltung

Ballhaus Ost
Pappelallee 15
10437 Berlin
Deutschland
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Im Berliner Szene-Viertel Prenzlauer Berg besteht seit 2006 eine Produktions- und Spielstätte der besonderen Art. Im Ballhaus Ost basteln Künstler/innen der Genres bildende Kunst, Gesang, Schauspiel, Tanz, Bühnenbild und Wissenschaft gemeinsam an dem bunt gemischten Programm des Hauses und begeistern das Publikum mit außergewöhnlichen Inszenierungen.

Die Gründer des Ballhauses sind die Performancekünstlerin Anne Tismer, Uwe Moritz Eichler und Philipp Reuter. Die künstlerische Leitung haben seit dem Jahr 2011 die Produzentin und Performerin Tina Pfurr sowie der Dramaturg und Regisseur Daniel Schrader inne. Das Ballhaus legt besonderen Wert auf eine Ausgeglichenheit von und Offenheit für aller Kunstformen und –disziplinen. Das Projektangebot ist dementsprechend gemischter und vielfältiger als in Spielstätten, die sich hauptsächlich einem bestimmten Genre verschrieben haben. Über hundert Veranstaltungen kommen so im Jahr zusammen, die Bandbreite reicht von Ausstellungen über Theaterperformances bis hin zu Festivals. Das Ballhaus Ost bietet auch unbekannteren und jungen Akteuren einen Raum zum Ausprobieren, Produzieren und Performen. Aufgeführt werden viele Eigenproduktionen des Hauses, aber auch Gastspiele namhafter nationaler und internationaler Künstler/innen sind keine Seltenheit.

Ganz nach dem Motto „Die Mischung macht’s“ erlebt man in dem ungewöhnlichen Haus der Künste in der Pappelallee 15 spannende, kurzweilige und vielseitige Unterhaltung vom Feinsten. Auch das „New York Magazine“ war begeistert. Das Ballhaus Ost ist ein echter Geheimtipp für alle Kulturinteressierten.