Die Geschichte des Zorns

Prof. Dr. Johannes F. Lehmann  

Brunnengässle 4
74417 Gschwend

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Veranstalter: bilderhaus e.V., Brunnengässle 4, 74417 Gschwend, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Kultur- und literaturwissenschaftliche Perspektiven auf eine gewaltige Emotion.

Auch nach Homer ist der Zorn ein zentrales Motiv in der Literatur geblieben. Jetzt hat sich erstmals ein Wissenschaftler explizit mit der Entwicklung des Zorns beschäftigt. Und Johannes F. Lehmann, Professor für Neuere Deutsche Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Bonn,
stellt einen Paradigmenwechsel fest: Jahrhunderte lang, so Johannes F. Lehmann, wurde der Zorn als Wunsch nach Rache definiert, im Zusammenhang mit gekränkter Ehre oder verletztem Recht. Seit Ende des 18. Jahrhunderts aber wandelt sich der Begriff und wird mit "Widerstand" in Zusammenhang gebracht, als Gefühl von Beeinträchtigung des eigenen Ichs. Während der Zorn früher also Ehre und Recht verteidigt, kämpft seine moderne Variante für das Leben und das Glück. Der Wissenschaftler macht die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft und damit die wachsende Bedeutung der Emotionen für diese Entwicklung verantwortlich. Aus dieser „Demokratisierung des Zorns“ gehen, so Lehmann, moderne Kategorien wie Frustration und Aggression überhaupt erst hervor. In seinem bilderhaus-Vortrag wird er diesen Umbruch auf hochunterhaltsame Weise entlang literarischer Texte beschreiben und die Konsequenzen für das Erzählen aufzeigen.
Nach dem epochalen Beginn der diesjährigen Literaturreihe, nun der Wandel vom Zorn der Antike zur Wut als modernes Gefühl: Der Hutbürger lässt grüßen.

Ort der Veranstaltung

bilderhaus Gschwend
Brunnengäßle 4
74417 Gschwend
Deutschland
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Das bilderhaus hat sich mit seinen vielfältigen kulturellen Veranstaltungen längst einen Namen in Gschwend gemacht. Vor allem mit dem musikwinter bereichern sie die kalte Jahreszeit durch tolle Konzerte und die passende Kulinarik.

Mit viel Herzblut und Eifer kreiert das Team des bilderhaus jährlich ein tolles Programm aus Literatur, Musik und Vorträgen.

Der musikwinter zählt zu den ältesten Kulturreihen der Region und begeistert jedes Jahr aufs Neue mit einem niveauvollen, abwechslungsreichen und spannenden Programm.