Deutschlands Licht

RIAS Kammerchor  

Kirchplatz 6
17438 Wolgast

Tickets from €15.00
Concessions available

Event organiser: Förderverein Usedomer Musikfreunde e.V., Maxim-Gorki-Straße 13, 17424 Seebad Heringsdorf, Deutschland

Tickets


Event info

RIAS Kammerchor
Justin Doyle (Dirigent)
Capella de la Torre
Katharina Bäuml (Leitung)

HEINRICH SCHÜTZ: 119. Psalm „Schwanengesang“ Europäische Musik des 17. Jahrhunderts von Moritz von Hessen, Jacob Arcadelt u. a.

„Lumen Germaniae – Deutschlands Licht” hat man Heinrich Schütz zu Lebzeiten genannt. Als Hofkapellmeister des Kurfürsten von Sachsen und des Königs von Dänemark überstrahlte der in Italien ausgebildete Komponist ganz Europa vom Mittelmeer bis zur Ostsee. Er gab durch seine Musik den Deutschen im Dreißigjährigen Krieg Hoffnung und Halt. Mit 86 Jahren schrieb er
sein letztes Werk: eine monumentale Vertonung des 119. Psalms in elf prachtvollen Motetten – als Anleitung zum guten Leben vor Gott und den Menschen. Ein gewaltiges Werk, zu erleben mit zwei Weltspitzenensembles in der machtvollen Petri-Kirche über der Grablege der Herzöge von Pommern.

Location

St. Petrikirche zu Wolgast
Am Kirchplatz 7
17438 Wolgast
Germany
Plan route

Als gewaltiges Überbleibsel längst vergangener Zeiten zeugt die St. Petrikirche heute von der einstmals großen Macht der Pommerschen Herzöge und damit auch der Stadt Wolgast. Die monumentale Backsteinkirche erhebt sich am Ufer der Peene und bietet von ihrem Turm aus einen majestätischen Blick über die ehemalige Residenzstadt und das Meer bis nach Usedom. Wegen der hervorragenden Akustik ist St. Petri auch für Konzerte besonders beliebt. Sowohl die Sommermusiken als auch die Konzerte bei Kerzenschein zählen zu den Höhepunkten des Wolgaster Kulturkalenders.

Erbaut bis 1350 blickt die St. Petrikirche auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die dreischiffige gotische Basilika zählt so zu den ältesten Bauwerken Wolgasts, wurde aber infolge zahlreicher Kriege zerstört und mehrfach wieder aufgebaut. 1560 wurde unterhalb der Kirche eine Gruft als Grablege für die Herzogsfamilie von Pommern-Wolgast eingerichtet, in der heute sieben Sarkophage zu sehen sind. Durch Grabräuberei 1688 sind viele wertvolle Schmuckstücke aus den Gräbern verloren gegangen und bis heute verschollen. Die historische Bedeutung der Herzogsgruft und ihre aufwendige Restauration brachten St. Petri sowohl den Preis der EU für das Kulturerbe ein, als auch den Status eines Denkmals von nationalem Rang.

Im Inneren der Kirche findet man nicht nur die verbliebenen Relikte aus den Herzogssärgen, sondern auch einen slawischen Bildstein mit einer Darstellung des slawischen Gottes Jarovit. Auf dem Platz eines im Zuge der Christianisierung zerstörten, diesem Gott geweihten, Tempels entstand ihrer Zeit die Petrikirche. Auch der Wolgaster Totentanz, eine Folge von 24 den Tod thematisierenden Bildern, ist einer der besonderen Schätze des Gotteshauses und in Norddeutschland nahezu einmalig.