Der Parasit

Aus dem Leben eines Sowjetbürgers (Jüdische Woche Dresden)  

An der Dreikönigskirche 1a
01097 Dresden

Tickets ab 17,60 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden, Bautzner Str. 20, 01099 Dresden, Deutschland

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Ermäßigung für Kinder, SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende, Arbeitslose, Bundesfreiwilligendienstleistende, Dresden-Pass-InhaberInnen sowie Schwerbehinderte (ab 80% MdE) und die nachgewiesene notwendige Begleitperson. Gültige Berechtigungsausweise sind erforderlich.
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Veranstaltungsinfos

Joseph Brodsky war Jude, geschmähter Dissident und späterer Literaturnobelpreisträger. Er schrieb über das Böse, mit dem man sich im Sowjetsystem zu arrangieren wisse: Jeder hat das Zeug zum Henker und jeder kann im nächsten Moment Opfer sein.

Dass es ihn dann 1964 selbst traf, kam deshalb wenig überraschend. Eine Leningrader Zeitung bezichtigte ihn des Parasitentums und seine Arbeit als Dichter und Übersetzer – in einem Schauprozess als unzureichender Beitrag zum kommunistischen Staatssystem verunglimpft – brachten ihm vier Jahre Gulag und 1973 die Ausbürgerung aus der Sowjetunion ein.

Das Episodenstück der russischstämmigen Vera Berzak handelt von Brodskys Leben zwischen den 1930er und 1960er Jahren. Die Texte basieren auf dokumentarischem, literarischem und persönlichem Material. Die Szenen hinterfragen die Beziehungen zwischen Bürger und Staat sowie die Freiheit der Rede und des Denkens. Themen, die in diesen Tagen ebenso relevant sind wie in der Vergangenheit.

Mit Vera Berzak freuen wir uns auf eine junge israelische Künstlerin, die bereits für die Bühne, aber auch für Kurzfilme oder Perfomances gearbeitet hat. Ihr Ausdruck ist äußerst facettenreich und sie mischt häufig verschiedene dokumentarische Quellen zu einem spannenden interaktiven Theaterprogramm.

Autorin und Regisseurin: Vera Berzak
Darsteller: Yoav Sadowsky, Dorin Mendel, Orianne Gliksberg Partem, Racheli Ankor
Bühnen- und Kostümbildner: Adi Brodsly
Lichtechnik: Ronen Bachar
Dramaturgie: Naama Berman

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Ort der Veranstaltung

Societaetstheater, Kleine Bühne
An der Dreikönigskirche 1a
01097 Dresden
Deutschland
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Ein historisches Gebäude, ein tolles Programm und eine Bühne, die Platz für Künstler aus dem In- und Ausland bieten. Das ist das Societaetstheater in Dresden. Es schafft den Balanceakt zwischen dem Glanz der vergangenen Jahrhunderte und dem Zauber moderner Inszenierungen.

1779 begann die erste, sehr kurze Nutzung des Societaetstheaters. Nach fünfzig Jahren wurde das Projekt auf Eis gelegt. Mit dem Schauspiel „Die Erinnerung“ schloss das Theater vorrübergehend. Und die Erinnerung an diese Tage veranlasste den Verein „Societaetstheater e. V.“ den Spielbetrieb Ende der 1990er-Jahre wieder aufzunehmen. Seitdem bieten die restaurierten Räumlichkeiten Platz für zwei Bühnen, einen Spielraum im Foyer und eine Bühne im barocken Garten. Ein modernes Theater mit Schwerpunkt auf Sprech-, Tanz-, Musik-, und Figurentheater hat hier Einzug gehalten. Des Weiteren finden hier Werkstattveranstaltungen und Festivals statt.

Das älteste Bürgertheater Dresdens mit der einzigen Gartenbühne Dresdens ist ein Must-See. Neben Zwinger, Frauenkirche und Semperoper gehört dieses Theater zu den Hauptattraktionen der wunderschönen Stadt an der Elbe.

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