Das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer

Bayerisches Junior Ballett München  

Schiffbauergasse 11
14467 Potsdam

Veranstalter: fabrik Potsdam, Schiffbauergasse 10, 14467 Potsdam, Deutschland

Tickets

Ausverkauft! Eventuell Restkarten an der Abendkasse. Die Abendkasse öffnet 60 Min vor Beginn.

Veranstaltungsinfos

Dancing future – 100 Jahre Bauhaus

»Das Triadische Ballett« hat Tanzgeschichte geschrieben. Mit visionärer Kraft hat dieses Jahrhundertwerk des Bauhauskünstlers Oskar Schlemmer (1888-1943) die Grundkoordinaten des Tanzes neu ausgerichtet.

Die Choreografie hat mitsamt ihrer legendären Kostüme ganze Generationen von Künstlern bis heute inspiriert. Die originale Choreografie ist nicht erhalten. Der Ausnahmekünstler Gerhard Bohner (1936-92) schuf, zusammen mit dem Komponisten Hans-Joachim Hespos (geb. 1938), im Auftrag der Akademie der Künste Berlin-West 1977 eine Rekonstruktion des Balletts. Ivan Liska und Colleen Scott haben diese 2014 für das Bayerische Jugendballett neu einstudiert.

Das Libretto zeigt 12 Charaktere in 18 Kostümen. Oskar Schlemmer orientierte sich an der Tanz- und Theatergeschichte und zeigt heiter-burleske Stimmungen mit künstlichen Menschen, Anlehnungen an das klassische Ballett sowie mystisch-phantastische Maskentänze. Schlemmer war Maler, Bildhauer, Tänzer, Choreograf, Regisseur, Pädagoge und Dichter. Seine besondere Leistung war die Erneuerung des Menschenbilds nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs. Das Festhalten an einer »gereinigten Kunstfigur« bleibt bedeutende Botschaft seines Werkes.

Ivan Liska und seine Frau Colleen Scott gehörten zu der originalen Besetzung Gerhard Bohners und haben das Stück zwischen 1977 und 1989 in 85 Aufführungen in 32 verschiedenen Theatern in Europa, Nordamerika und Japan getanzt.

Die Vorverkaufstickets gelten als Fahrkarte (VBB) für den Bereich Berlin ABC (Berlin/Potsdam) ab zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung und bis 3 Uhr am Folgetag.

Choreografie: Oskar Schlemmer
Rekonstruktion, Neufassung und Choreografie: Gerhard Bohner
Musik: Hans-Joachim Hespos
Mitarbeit Kostümrekonstruktion und Neufassung: Ulrike Dietrich
Einstudierung: Colleen Scott, Ivan Liska
Fotos: Wilfried Hösl

Eine Veranstaltung von fabrik moves gUG im Auftrag der fabrik Potsdam / Potsdamer Tanztage 2019. Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von 100 Jahre Bauhaus.
Mit Unterstüztung der Stadt Potsdam und des Landes Brandenburg.

Ort der Veranstaltung

Hans Otto Theater
Schiffbauergasse 11
14467 Potsdam
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Hans Otto Theater nennt sich das Theater der Stadt Potsdam. Es blickt auf eine lange historische Tradition zurück und begeistert auch heute noch sein kleines und großes Publikum. An mehreren Spielstätten untergebracht, darunter vor allem seit 2006 im außergewöhnlichen Neubau von Gottfried Böhm, bietet es Stücke, Texte und Projekte von Gegenwart bis Klassik, von Drama bis Volkstheater, von Musical bis Dokumentarspiel. Da ist für Jeden etwas dabei!

Bereits 1795 wurde das Hans Otto Theater als königliches Schauspielhaus unter König Friedrich Wilhelm II. am Stadtkanal eröffnet. Es sollte schon damals bei den Potsdamern für Vergnügen sorgen- und diesen Charakter hat sich das Theater bis heute bewahrt. Im 18. Jahrhundert hatte das Hans Otto Theater noch kein eigenes Ensemble. Das änderte sich erst Mitte des 19. Jahrhunderts als das Haus von privaten Pächtern und Direktoren übernommen wurde. Nach den Wirren des Ersten Weltkriegs und vor allem durch schwere Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, wurde das Hans Otto Theater in seiner historischen Form nicht wieder aufgebaut. Stattdessen musste das Ensemble auf zahlreiche Spielstätten ausweichen, darunter 14 Jahre lang auf die „Blechbüchse“ – ein provisorischen Schauspielhaus. 2006 war es dann endlich soweit. Das Hans Otto Theater bekam dank Architekt und Pritzker-Preisträger Gottfried Böhm ein neues, modernes Schauspielhaus in der Schiffbauergasse direkt am Ufer des Tiefen Sees. Die Schiffbauergasse ist seit Ende der 90er Jahre Potsdams zentrales Kultur-und Gewerbeareal und beherbergt neben dem Hans Otto Theater zahlreiche weitere Kulturinstitutionen wie zum Beispiel das T-Werk. Das rote Gebäude von Gottfried Böhm, das Neues Theater genannt wird, hat ein schalenförmiges Dach und ist damit eine spektakuläre Kulisse für die Inszenierungen des Hans Otto Theaters. Ein denkmalgeschützter Gasometer ist Teil des Baukörpers. Dank der großen, weiten Glasfront im ersten Obergeschoss haben Besucher im oberen Foyer wie auch im Bühnensaal einen herrlichen Blick auf die Havel und den angrenzenden Schlosspark Babelsberg. Maximal 485 Zuschauer haben im Saal Platz. Eine wichtige weitere Spielstätte ist die angrenzende Reithalle. In dem Klinkerbau von 1915 finden auch regelmäßig Theatervorführungen statt.

Beim Hans Otto Theater liegt besonderes Augenmerk auf den jüngeren Zuschauern. Das Ensemble ist das produktivste und wichtigste Kinder- und Jugendtheater im Land Brandenburg. Fast die Hälfte der Veranstaltungen richtet sich ausdrücklich an Kinder – ein einzigartiges Konzept, das aufgeht! Das Hans Otto Theater ist für die kleinen wie auch großen Besucher ganz einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Dazu nehmen Sie einfach die Tramlinien 93,94 oder 99 und fahren bis zur Haltestelle „Schiffbauergasse/Uferweg“ oder „Schiffbauergasse/Berliner Straße“. Ebenso stehen Parkplätze zur Verfügung. Das Erlebnisquartier Schiffbauergasse eignet sich perfekt für einen wunderbaren Ausflug für die ganze Familie. Neben dem Neuen Theater befindet sich auch ein Restaurant, das Ihnen gerne mit leckeren Speisen den Tag vor oder nach der Theatervorstellung versüßt. Einem außergewöhnlichen Theaterbesuch mit inspirierendem Programm in einzigartiger Kulisse steht nichts mehr im Wege!