Das Puppentheater Ambrella präsentiert Moliere - Krankheit entpuppt sich als Farce

Heike Klockmeier, Puppen: Jürgen Maaßen  

Rosenmauer 9
29525 Uelzen

Tickets ab 17,50 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Neues Schauspielhaus Uelzen, Rosenmauer 9, 29525 Uelzen, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Heike Klockmeier hat die personifizierte Krankheit gut im Griff.
Wir sehen ein Theaterstück, das damit beginnt, dass einem König ein monströser Einlauf verpasst wird, noch steigerungsfähig?
Wenn Puppenspielerin Heike Klockmeier ihre Finger mit im Spiel hat, allemal. Es ist „Der eigebildete Kranke“ von Molière, den das Ambrella Figurentheater im Sprechwerk einer ganz besonderen Behandlung unterzieht.
Nicht nur wird die ohnehin schon kurzweilige Komödie kräftig gestrafft, sie wird zudem noch um einige Handlungsstränge erweitert.
Schließlich erhielt Molière den Auftrag zum Schreiben einer Komödie von keinem Geringeren als Frankreichs Sonnenkönig Ludwig XIV. Dessen Hypochondrie übertrug der Dichter auf seinen Protagonisten, in dessen Rolle er dann auch bei der Uraufführung 1673 schlüpfte. Diese Verquickung nutzt Klockmeier geschickt, um gemeinsam mit dem Stück auch die histo-rischen Rahmenbedingungen für dessen Entstehung zu erzählen.
Bühnenaufbau: ein Königsthron in Lebensgröße, der durch die mit einem Vorhang versehene Rückenlehne hindurch als Puppenbühne bespielbar ist.
Dort sitzt Argan in seinem Rollstuhl und feiert seine Krankheit, die – der Titel des Stücks verrät es bereits – eine eigebildete ist. Die große Klappmaulpuppe mit wildwüchsiger Nase, löchrigem Gebiss und einem feinen Teint von Moosgrün im Gesicht ist an sich schon der Brüller (Puppen: Jürgen Maaßen).

Ort der Veranstaltung

Neues Schauspielhaus Uelzen
Rosenmauer 9
29525 Uelzen
Deutschland
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Das Schauspielhaus in Uelzen ist ein Garant für beste Kleinkunstunterhaltung. In dem historischen Gebäude an der Rosenmauer finden regelmäßig Konzerte, Theateraufführungen und Kabarett statt.

Die Gründung der Spielstätte hat Uelzen Reinhardt Schamuhn zu verdanken, der sich als Aktionskünstler und Galerist einen Namen machte. Er suchte sich in den 1970ern die niedersächsische Stadt als Lebensmittelpunkt aus und mietete das Fachwerkhaus an der Rosenmauer. Mit der Unterstützung von Freunden und Gönnern eröffnete er hier 1988 ein Museum, zehn Jahre und umfangreiche Renovierungen später dann das Theater mit kleinem Foyer. Als der Gründer 2013 starb, übernahm sein Verein die Leitung des Hauses und hat sie bis heute inne. Das gemütliche Theater bietet 99 Sitzplätze und wird von einem stetig wachsenden Stammpublikum eifrig besucht. Nicht zuletzt das ist es, was das besondere Ambiente des Neuen Schauspielhauses Uelzen ausmacht.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie das Schauspielhaus über den Bahnhof Uelzen, der nur zehn Gehminuten entfernt liegt und von Zügen des Nah- und Fernverkehrs bedient wird. Die nächstgelegene Haltestelle für Buslinien ist „Uelzen Stadtgarten“. Mit dem Auto gelangen Sie über die B71 und die Ringstraße zum Veranstaltungsort. Parkplätze finden sich in den Parkhäusern der Innenstadt oder an der Hoefftstraße.