Das Leben nehmen - Thomas Macho und Terézia Mora

Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

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Veranstalter: Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart, Deutschland

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Literaturhausmitglieder

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Ermäßigungsinformationen

"ermäßigter Preis": Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arthaus-, Kulturgemeinschafts- und Gedokausweis

"halber Preis": MItglieder des Trägervereins Literatur- und Medienhaus Stuttgart sowie der Freunde Literaturhaus Stuttgart e.V.

Bitte beachten Sie, daß die Ermäßigungsnachweise beim Einlaß kontrolliert werden.
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Veranstaltungsinfos

Lesung und Gespräch

"Während der Suizid noch in der Antike mit Ehre assoziiert werden konnte, erschien er spätestens seit Beginn der Herrschaft der christlichen Religion als Schande und finales Versagen", stellt Thomas Macho in seiner Geschichte des Suizids fest. Doch seit dem 20. Jahrhundert vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel, der zur Entstehung einer neuen Sterbekultur beigetragen hat. Der Selbstmord – um es mit den Worten von Walter Benjamin zu sagen – erscheint „als die Quintessenz der Moderne“. Der eigene Tod gilt immer häufiger als „Projekt“, das vom Individuum selbst zu gestalten und zu verantworten ist. Thomas Macho zeichnet die Umwertung des Suizids in den verschiedensten kulturellen Feldern nach: in der Politik – Suizid als Protest und Attentat –, im Recht – Entkriminalisierung des Suizids–, in der Medizin – Sterbehilfe – sowie in der Philosophie, der Kunst, den Medien und in der Literatur. Mit ihm ins Gespräch kommt die Schriftstellerin Terézia Mora, die für ihren Roman "Das Ungeheuer" 2013 den deutschen Buchpreis erhielt. Im Zentrum ihres Romans steht ein Suizid: Flora, die Frau des IT-Spezialisten Darius Kopp hat sich das Leben genommen und ihn erschüttert und gebrochen zurückgelassen. Über die Lektüre ihres Tagebuchs, das er nach ihrem Tod gefunden hat, erfährt er, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war, und dass er von alldem nichts wusste.

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum für Kultur- und Technikforschung

Ort der Veranstaltung

Literaturhaus Stuttgart
Breitscheidstr. 4
70174 Stuttgart
Deutschland
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Das durchweg hochklassige Programm des Literaturhauses Stuttgart sorgt seit Jahren für ein treues und begeistertes Publikum. Das Angebot reicht von Lesungen über Tagungen und Literaturnächte bis zu Schreibwerkstätten für Jugendliche.

2001 eröffnete W.G. Sebald das Literaturhaus. Seitdem weiß das architektonisch ansprechende Haus von sich zu überzeugen. Ob Zusammenkünfte mit Experimentalkünstler Terje Dragseth oder Nachtgespräche mit Hanns-Josef Ortheil – das Literaturhaus Stuttgart hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt der Stadt entwickelt. Ein besonderer Bestandteil des Literaturhauses ist die kreative Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Schulklassen. Kurse zu Prosa, Lyrik, Reportage, Drama, Comic und Rap werden neben Fortbildungen für Lehrer angeboten. Wie kaum eine andere Kulturinstitution versteht sich das Literaturhaus darauf, den Dialog zwischen Generationen und verschiedenen Nationalitäten herzustellen. Kein Wunder also, dass diverse Projekte der Veranstalter mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet wurden. Der Schmelztiegel der neueren Literatur ist in Stuttgart verankert.

Erleben Sie die hohe Kunst der Sprache und Literatur in den einzigartigen Räumlichkeiten des Literaturhauses. An dieser Location führt für Literaturbegeisterte kein Weg vorbei. Genießen Sie unvergessliche Momente und lassen Sie sich vom vielfältigen Programm aus dem Alltag entführen – es lohnt sich!