Das Eigene / Heimat

the guts company  

An der Dreikönigskirche 1a
01097 Dresden

Tickets ab 17,60 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Societaetstheater gGmbH, An der Dreikönigskirche 1a, 01097 Dresden, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Uns bekannt sind unsere Traditionen, egal ob Landes- oder Familienriten - wir haben sie mit der Muttermilch aufgesogen, sie umgaben und umgeben uns täglich. Andere Traditionen gehören eher der Vergangenheit an, werden nicht mehr praktiziert - Gründe dafür gibt es viele.
Das deutsche Liedgut und der deutsche Volkstanz sind Formen unserer Traditionen, die identitätsstiftend waren und sind. Sie gaben Sinn und schufen ein Gemeinschaftsgefühl. Tänze und das gemeinsame Singen geben einen klaren Rahmen vor, wer drin ist und wer nicht - die Grenze verläuft am Beherrschen des Tanzes und Kennen der Noten.

Mit den recht beispielhaften Geschehnissen und Entwicklungen in Dresden und Sachsen in den letzten Monaten ist der Heimatbegriff wieder in aller Munde, in den Medien, in sozialen Netzwerken, am Stammtisch.
Wir befinden uns zwischen den Attributen multilokal, polyzentrisch, weltoffen und den sich zutragenden Demonstrationen, brennenden Flüchtlingsheimen und inzwischen tätlicher Gewalt gegen Geflüchtete.
Letzteres führt uns zurück in unsere jüngste Vergangenheit, als ob es sie nie gegeben hätte. Sie versucht einen Status nicht zu verlieren und übt dabei doch Verrat an der so geliebten Heimat. Eine Heimat, die Wald und Wiesen, Bäume und Lieder, Bäche und Häuser hat und definitiv ausreichend Platz für Menschen, die keine Heimat mehr haben.
Den Dresdner Gnadenchor, Johanna Roggan und auch die Tänzerinnen Anna Fingerhuth, Cindy Hammer, Jule Oeft, Romy Schwarzer und Simone Detig verbindet die deutsche Heimat. Sie sind fast alle auf ihre ganz eigene Art in Dresden und der Region verwurzelt.
Ausgehend vom einenden Faktor der gemeinsamen Heimat entsteht eine Produktion, die sich intensiv mit dem vermeintlich Eigenen auseinandersetzt.

Wie viel Wurzel brauchen wir, um eine eigene Identität herausbilden zu können? Und wie steht dies dem Wunsch nach Neuem, nach Zukunft und Vision gegenüber?
Was ist Heimat heute für uns? Brauchen wir eine Definition? Und wenn ja, ist es ein physischer Ort, ein Zustand oder bestimmte Umstände?

Choreographie: Johanna Roggan | Tanz: Anna Fingerhuth, Cindy Hammer, Jule Oeft, Romy Schwarzer, Simone Detig | Musik: Frieder Zimmermann in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Gnadenchor unter Leitung von Max Rademann | Kostüm: Julia Pommer | Licht: Falk Dittrich | Produktionsleitung: Dana Bondartschuk | Produktionsleitung und Choreografische Assistenz: Josefine Wosahlo | Finanzmanagement: Judith Hellmann | Produktionsassistenz: Sebastian Beeskow

Ort der Veranstaltung

Societaetstheater
An der Dreikönigskirche 1a
01097 Dresden
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Ein historisches Gebäude, ein tolles Programm und eine Bühne, die Platz für Künstler aus dem In- und Ausland bieten. Das ist das Societaetstheater in Dresden. Es schafft den Balanceakt zwischen dem Glanz der vergangenen Jahrhunderte und dem Zauber moderner Inszenierungen.

1779 begann die erste, sehr kurze Nutzung des Societaetstheaters. Nach fünfzig Jahren wurde das Projekt auf Eis gelegt. Mit dem Schauspiel „Die Erinnerung“ schloss das Theater vorrübergehend. Und die Erinnerung an diese Tage veranlasste den Verein „Societaetstheater e. V.“ den Spielbetrieb Ende der 1990er-Jahre wieder aufzunehmen. Seitdem bieten die restaurierten Räumlichkeiten Platz für zwei Bühnen, einen Spielraum im Foyer und eine Bühne im barocken Garten. Ein modernes Theater mit Schwerpunkt auf Sprech-, Tanz-, Musik-, und Figurentheater hat hier Einzug gehalten. Des Weiteren finden hier Werkstattveranstaltungen und Festivals statt.

Das älteste Bürgertheater Dresdens mit der einzigen Gartenbühne Dresdens ist ein Must-See. Neben Zwinger, Frauenkirche und Semperoper gehört dieses Theater zu den Hauptattraktionen der wunderschönen Stadt an der Elbe.

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