Das Dorf und die Welt

Jan Böttcher, Lena Gorelik, Ursula März  

Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf

Tickets ab 15,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: VGH-Stiftung, Schiffgraben 6-8, 30159 Hannover, Deutschland

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Einheitspreis

Normalpreis

je 15,00 €

erm. (Schüler/Stud./Azubis/Schwerbeh./Arblose)

je 10,00 €

NDR Kultur Karte -10% (normal)

je 13,50 €

NDR Kultur Karte -10% (erm.)

je 9,00 €

Summe 0,00 €
Preise inkl. Mwst. zzgl. Versand- und Servicegebühren

Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungen erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende und Arbeitslose jeweils mit Ausweis.

Für Inhaber der NDR Kultur-Karte gibt es eine Ermäßigung von 10% gegen Vorlage des Ausweises.

Schwerbehinderte erhalten den ermäßigten Preis, die Begleitung von Behinderten mit B-Ausweis erhält eine Freikarte.

Sofern keine Freikarten gebucht werden können, bitte die Daten (Adresse, Tel., Konzertwunsch) aufnehmen und an literaturfest@gerschauundkroth.de senden. Die Tickets werden direkt über den Veranstalter versandt.

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Veranstaltungsinfos

"Ohne Heimat sein heißt leiden", lautet ein Zitat des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski. In Zeiten von Globalisierung und Flucht stellt sich die Frage nach der Beziehung zwischen Mensch und Heimat: Ist die Idee der Verwurzelung obsolet geworden? Lässt sich das Gefühl der Zugehörigkeit auch in der Fremde finden?

Mit Jan Böttchers Roman "Das Kaff" und Lena Goreliks Themen Migration, Heimatlosigkeit und Identität stehen sich zwei Lebenswelten gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Auf der einen Seite findet sich der begrenzte Raum des kleinen Ortes - eine Welt, in der die Menschen im selben Bett sterben, in dem sie geboren wurden. Auf der anderen Seite liegt die Suche nach einer Heimat jenseits von Vaterland und Muttersprache. Bei Böttcher fungiert ein Ort in der norddeutschen Tiefebene als Vergrößerungsglas für die Welt.

Germanistin Ursula März diskutiert mit den beiden Autoren über Heimat und Fremde, über den Reiz des reduzierten Raums und die Herausforderungen der Grenzenlosigkeit. Die passende Kulisse für diesen Abend bietet das Heimathaus Rotenburg.

Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen. Um 18.00 Uhr führt Museumsdirektor Stefan Zimmermann durch das Agrarium des Freilichtmuseums.

Ort der Veranstaltung

Freilichtmuseum am Kiekeberg
Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten-Ehestorf
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

In den Schwarzen Bergen zwischen Hamburg und der Lüneburger Heide wird Geschichte lebendig – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg zeigen über 40 historische Gebäude und Gärten mit traditioneller Einrichtung, wie die Menschen in der Heide und den Elbmarschen früher gelebt und gearbeitet haben.

Wohnhäuser, Scheunen und Wirtschaftsgebäude vom 17. bis ins 20. Jahrhundert sind hier auf einem zwölf Hektar großen Areal zu einem kleinen Dorf zusammengefasst. Die historischen Gärten werden dabei von allerhand Tieren bewohnt: Bentheimer Landschweine, Pommersche Gänse oder Ramelsloher Hühner waren die früheren Nutztiere der Marschbewohner und machen den Museumsbesuch für alle zu einem tierischen Vergnügen. Historische Schaubetriebe zeigen, wie früher Schnaps gebrannt, Brot gebacken oder Kaffee geröstet wurde. Im Museumsladen gibt es schließlich wertvolle Handarbeiten, hausgemachte Wurst und Blechspielzeug, alles historisch nachempfunden. Auch wenn es regnet ist das Freilichtmuseum einen Besuch wert: Im Agrarium und den Sonderausstellungen gibt es spannende Informationen zu Ernährung und Landwirtschaft von früher und heute.

1953 wurde das Freilichtmuseum vom Direktor des Helms-Museums gegründet, der damit die Tradition der Bauernhöfe und Landarbeit bewahren wollte. Das ganze Jahr über finden neben dem täglichen Museumsbetrieb zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt. Zum historischen Jahrmarkt, dem Handwerkertag, Konzerten oder Oldtimertreffen finden hunderte begeisterte Besucher den Weg zum Kiekeberg. Besonders beliebt ist Living History. Hierzu werden einige Gebäude an ausgesuchten Wochenenden von Darstellern belebt, die in historischer Kleidung dem Alltag um 1804 nachgehen.