CYCLOPS

Performance von Zé de Paiva  

Naunynstraße 27
10997 Berlin

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Event organiser: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin, Deutschland

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22.-25.1.2020, 20 Uhr

Performance von Zé de Paiva

Das Auge des Zyklopen ist rund – wie ein Kamera-Objektiv. Wer das Auge lenkt, herrscht!

Zé de Paiva lässt in seinem Regiedebut am Ballhaus Naunynstraße seine Erfahrung als Schauspieler, Tänzer, Fotograf und Videokünstler zusammenfließen: in einer intermedialen Performance sucht er – gemeinsam mit der Tänzerin Nasheeka Nedsreal – die postkoloniale Bildordnung zu verzerren.

Wer produziert die Bilder? Für wen? Für welchen Zweck? Mit Cyclops stellt der Performer Zé de Paiva die Kamera, diese omnipräsente, allmächtige Bilderproduzentin ins Zentrum – als Gegenpart, als Instrument der Herrschaft und der Ermächtigung. Cyclops ist ein Tanz mit Kabeln und Augen. Ein Kampf um Bewegungsmöglichkeiten. In der Performance suchen Zé de Paiva und Nasheeka Nedsreal die Aneignung im Dienst ihrer Perspektiven als Schwarze Protagonist*innen.

Regie und Konzept: Zé de Paiva
Mitarbeit Video: Kathleen Kunath
Musik: Fabiano Lima
Lichtdesign: Raquel Rosildete
Performance: Nasheeka Nedsreal, Zé de Paiva


Eine Produktion von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH. Erstproduktion gefördert aus Mitteln des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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The eye of the cyclops is round – like the lens of a camera. Whoever controls the eye rules!

In his directorial debut at Ballhaus Naunynstraße, Zé de Paiva merges all of his experience as an actor, dancer, photographer and video artist. In an intermedial performance he and the dancer Nasheeka Nedsreal seek to distort the postcolonial configuration of images. Images rest on bodies. They glide across walls, people, objects. Everything is an image carrier. The images weigh, overlap, transform. Whatever we call reality is a collage of image and matter. Image interference. Who produces the images? For whom? For what purpose? With Cyclops, performer Zé de Paiva places the camera, this ubiquitous, omnipotent image creator, at the centre – as a counterpart, an instrument of domination and empowerment. Who operates the camera, decides on which detail, who activates the shutter release?

Cameras make things visible, give them shape. Whoever commands the camera decides on how seeing and being seen takes place. Photographic practice creates a hierarchy of those looking and those being looked at. It is part of late colonialism, of surveillance, categorization, administration, of the objectification of bodies and people. We refer to the "protagonist," meaning the person in front of the camera. But isn´t the actual protagonist the person with the camera, this artificial cyclops? Is a reversal of roles even possible? What do you see? Who are you, my counterpart with this view of the world? How do you see me? Is the world attuned to your perspective? And when I see you on my screen, who are you then? Who directs the gaze, who is the one seducing?

Cyclops is a dance with cables and eyes. A struggle for potentials of movement. In the performance Zé de Paiva and Nasheeka Nedsreal seek appropriation, the refraction of light in the service of their perspectives as Black protagonists.


Director and concept: Zé de Paiva
Video assistance: Kathleen Kunath
Music: Fabiano Lima
Performance: Nasheeka Nedsreal, Zé de Paiva

Produced by Kultursprünge at Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH. First production financed with funds of the Land Berlin, Senate Department for Culture and Europe.


NOTE

+++ Bags (larger than DIN A5) and jackets must be handed out at the cloakroom +++

Location

Ballhaus Naunynstraße
Naunynstraße 27
10997 Berlin
Germany
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Das Ballhaus Naunynstraße versteht sich selbst als „Kristallationspunkt für Künstler_innen migrantischer und postmigrantischer Verortung“. Das Haus setzt auf Eigen- und Koproduktionen mit internationalen Schauspielern und Regisseuren und wurde bereits von Kritikern der „Deutschen Bühne 2011“ zum überzeugendsten Off-Theater Deutschlands gewählt.

In dem ehemaligen Ballhaus aus dem 19. Jahrhundert im Berliner Szeneviertel Friedrichshain-Kreuzberg, werden seit 1983 Theaterstücke mit thematischem Schwerpunkt auf Migration aufgeführt. Nach einem Umbau und der Wiedereröffnung 2008, übernahm der berühmte Filmregisseur, Drehbuchautor, Darsteller und Produzent Fatih Akin die Schirmherrschaft. Seitdem hat sich um das Ballhaus ein breites Netzwerk aus namhaften Künstlerinnen und Künstlern mit Migrationshintergrund aufgebaut. In mittlerweile vier Spielzeiten hat das Haus bereits über 100.000 Besucher empfangen. Außerdem findet hier jährlich das „Diyalog TheaterFest“ statt, einem besonderen Theaterereignis, bei dem es hauptsächlich um den interkulturellen Austausch zwischen „Deutschen“ und „Deutsch-Türken“ geht.

Das Ballhaus Naunynstraße bereichert mit einem einzigartigen und überzeugenden Programm nicht nur die Berliner Theaterlandschaft, sondern trägt auch seinen Teil zum Dialog der Kulturen bei und ist somit ein wichtiger Ort um interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und den eigenen Horizont zu erweitern.