CANTABILE: Dmytro Omelchak

Dmytro Omelchak (Gitarre)  

Salzstraße 38
48143 Münster

Tickets from €24.00
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Event organiser: GWK e.V., Fürstenbergstraße 14, 48147 Münster, Deutschland

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Hochmusikalisch, gefühlvoll und durchdacht, technisch brillant und transparent sein Spiel; anspruchsvoll und emotional das Programm. Dmytro Omelchak, Preisträger der GWK und renommierter internationaler Wettbewerbe, bestätigt Segovias Dictum, dass das wohl intimste klassische Instrument „ein Orchester in zwei Händen“ sei.

Mit Sors siebter Fantasie, dem vielleicht bedeutendsten Gitarrenstück des 19. Jhs., hebt der Deutsch-Ukrainer an: ein beschwingtes Thema, geniale Modulationen von e-Moll nach C-Dur und zurück, Ausgelassenheit am Schluss in freier Rondoform. Piazzollas „Fünf Stücke“ präsentieren Tango Nuevo vom Feinsten. Die Lieder D’Angelos, in unvertraut lydischem Modus, von Jazz und indischer Musik beeinflusst, wirken wie ein Ausschnitt aus einer unendlichen Improvisation. Betörend die Harmonien und Klangfarben der Gitarre, die mit Scordatura gespielt wird: die zweite und sechste Saite der Gitarre sind um einen halben Ton tiefer gestimmt. Gesanglich Dowlands siebte Fantasie, die in die süße Melancholie der englischen Renaissance entführt. Liedhaft ist zunächst auch Ginasteras Sonate, die den populären canto con caja der Quechua-Indianer seiner argentinischen Heimat nachahmt, oder den Malambo, einen rasend schnellen Tanz der Gauchos in wechselnden Rhythmen, nah am Wahnsinn. Zwischen Ekstase und Schwermut mit Todessehnsucht oszilliert das melancholische Temperament. Hat Britten diesen Typus in seinem „Nocturnal“ portraitiert, dem Dowlands Lied „Come, Heavy Sleep“ zugrundeliegt, das im 17. Jh. so berühmt war wie „Yesterday“ der Beatles heute. Mitunter höllisch schwer sind die Variationen über Dowlands Song, die hin- und herreißen, bevor, unschuldig und überwältigend, am Schluss die Melodie von „Komm, tiefer Schlaf“ erklingt – „so sanft wie möglich“ zu spielen.

Programm:
Fernando Sor (1778–1839): 7. Fantaisie et Variations Brillantes sur deux Airs Favoris connus, op. 30
Astor Piazzolla (1921–1992): Cinco Piezas para guitarra
Nuccio D’Angelo (1955*): Due Canzoni Lidie
John Dowland (1563–1626): Fantasia Nr. 7
Alberto Ginastera (1916–1983): Sonata for guitar, op. 47
Benjamin Britten (1913–1976): Nocturnal after John Dowland, op. 70

Bildnachweis: Aleksandra Renska

Location

Erbdrostenhof
Salzstraße 38
48143 Münster
Germany
Plan route

Er ist ein echtes Juwel im Stadtbild von Münster. Der Erbdrostenhof ist ein dreiflügeliges, barockes Adelspalais, das jedoch nicht nur eine beliebte Sehenswürdigkeit, sondern auch einen Veranstaltungsort für klassische Konzerte in historischem Ambiente darstellt.

Erbaut wurde das architektonische Meisterwerk von 1753 bis 1757 nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun für den Erbdrosten der Stadt Adolf Heidenreich Freiherr von Droste zu Vischering. Heute wird das Gebäude vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe gepachtet, der hier außerdem eine Kollektion wertvoller historischer Tasteninstrumente ausstellt. Herzstück des Prachtbaus ist der prunkvolle Festsaal, der sich durch den gesamten Mittelbau über die beiden Obergeschosse erstreckt. Hier herrschen auch dank einer hervorragenden Akustik die perfekten Bedingungen für erstklassige Konzerte renommierter Ensembles.

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