Bericht für eine Akademie

Guido Schmitt  

Louisenstr. 47
01099 Dresden

Tickets ab 14,75 €
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Veranstalter: Projekttheater Dresden e. V., Louisenstraße 47, 01099 Dresden, Deutschland

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Ermäßigungsinformationen

Ermäßigten Eintritt bekommen bei uns gegen Vorlage eines gültigen Berechtigungsausweises:
Schüler, Studenten, Arbeitslose, Schwerbeschädigte, Rentner, Auszubildende sowie Inhaber des Dresdenpasses oder des Ehrenamtspasses.

Bei Kinderveranstaltungen zahlen kleine Menschen ab 2 Jahren 5 Euro Eintritt.
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Veranstaltungsinfos

Erzählung von Franz Kafka

Der Hintergrund der Geschichte ist kafkaesk genug. Der Menschenaffe Rotpeter berichtet vor einem akademischen Publikum von seiner Vermenschlichung.

An sein äffisches Vorleben kann er sich kaum noch erinnern. Sein neues Leben beginnt nach der Gefangennahme in Afrika während der Schiffsüberfahrt nach Europa. Auf dem Schiff wird er in einen engen Käfig gepfercht und dient den Matrosen als Objekt geschmackloser und derber Späße.

Die gedemütigte Kreatur versucht, das Beste aus einer misslichen Lage zu machen. Die Freiheit ist nicht wieder zu erlangen, so sucht er nach einem Ausweg, der ihn überleben lässt: Der Affe imitiert die menschlichen Laute, lernt sprechen und erstaunt damit die Menschen in seiner Umgebung über alle Maßen. Sie lehren ihn Kunststückchen und das Alkoholtrinken. Im weiter wird er zum Menschen trainiert und zur Vorführ-Attraktion ausgebildet. So kann er schließlich – in einen Herrenanzug gewandet – Zeugnis ablegen von seinem Werdegang.

In ihrer Inszenierung legen Guido Schmitt und Hansdieter Heiter Wert darauf, die Zwiespälte darzustellen, die den Affenmenschen plagen. Rotpeter kann das Tier, das er war, nicht verbergen. Trotz Anzug, trotz Sprache und menschlicher Gewohnheiten bleibt er Affe in Geste und Körpersprache – halb tragisch, halb komisch, ein Zwitterwesen im Dilemma zwischen verlorener Identität und Anpassung. So sehr er sich auch anstrengt, so stolz er ist auf seinen Ausweg der Vermenschlichung: Die Sehnsucht des bestaunten Exoten nach Gemeinschaft und echter Anerkennung bleibt unerfüllt.

Ausweg und Freiheit – das sind die beiden zentralen Begriffe der Erzählung – der konkrete Ausweg als Gegenpart zu einer nicht greifbaren Freiheit. So ist die Geschichte eine Parabel auf die soziale Enge menschlicher Gesellschaft. Hier werden Grundfragen aufgeworfen, wie die Wahrnehmung von Identität und das Scheitern der Integration durch Anpassung.

Ort der Veranstaltung

projekttheater Dresden
Louisenstraße 47
01099 Dresden
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Seit seiner Gründung 1990 bietet das projekttheater (pt) Dresden freien Künstlern die Möglichkeit für experimentelles, Genre-übergreifendes Theater. Nicht zuletzt wegen seines Standorts inmitten der Dresdner Neustadt spiegelt sich der vielfältige und lebendige Charakter des Viertels in der Arbeit der Künstler wieder: Das projekttheater Dresden symbolisiert die Lebendigkeit und Experimentierfreude der freien Künstler!

Über 250 Vorstellungen werden hier pro Jahr dargeboten. Dabei ist von Sprech-, Tanz- und Literaturtheater über Lesungen und Konzerte bis hin zu Festivals und Diskussionsforen jegliche Art von kultureller Veranstaltung mit dabei. Um Theater jedoch nicht nur sehen sondern auch mitgestalten zu können, ist auch Freiraum für diverse Projekte mit Jugendlichen, Senioren oder sozial Benachteiligten.

Besonders mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das projekttheater gut zu erreichen: In unmittelbarer Nähe befinden sich eine Straßenbahnhaltestelle und nur eine kurze Strecke zu Fuß entfernt der Bahnhof Neustadt.