"Beethoven: Erzählt." - Musik aus (adligen) Palais und (bürgerlichen) Salons - Kammermusik

Clara Pouvreau, Dmitry Ablogin, Hannah Visser  

Am Schloßpark 7
79189 Bad Krozingen

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Event organiser: Kulturamt Bad Krozingen, Basler Str. 10, 79189 Bad Krozingen, Deutschland

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Der Rezensent der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" von 1802 zählt Beethovens ‚Frühlingssonate‘ "unter die besten, die Beethoven geschrieben hat, und das heißt ja wirklich unter die besten, die gerade jetzt überhaupt geschrieben werden." Und schreibt weiter, was auf alle Werke dieses Abends zu beziehen ist: "Der originelle, feurige und kühne Geist dieses Komponisten, der schon in seinen früheren Werken dem Aufmerksamen nicht entgehen konnte, der aber wahrscheinlich darum nicht überall die freundlichste Aufnahme fand, weil er zuweilen selbst unfreundlich, wild, düster und trübe daher stürmte, wird sich jetzt immer mehr klar, fängt immer mehr an, alles Übermaß zu verschmähen, und tritt, ohne von seinem Charakter zu verlieren, immer wohlgefälliger hervor." ob Beethoven im Alter, wie hier behauptet "immer wohlgefälliger" wurde, sei dahingestellt.
Bei diesem Konzert geht es aber auch eher um Beethovens Frühwerk. Die ersten Skizzen zur ‚Frühlingssonate‘ entstanden in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts, nicht lange nach Mozarts Tod. Um Mozart geht es nicht nur nachweislich in den beiden Variationen, sondern auch in Beethovens Klaviertrio, das ohne die Bewunderung des jungen Beethoven für Mozart nicht nur kompositorisch, sondern auch als Gattung gar nicht denkbar wäre. So schließt das Festival "Beethoven: Erzählt." letztendlich mit einer Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart.

Auf dem Programm stehen folgende Werke:

Ludwig van Beethoven:
- 12 Variationen über das Thema "Ein Mädchen oder Weibchen" aus der "Zauberflöte" von W.A. Mozart
für Violoncello und Klavier, op. 66 (1796)
- Sonate für Violone und Klavier F-Dur, op. 24 - "Frühlingssonate" (1801)
Allegro / Adagio molto espressivo / Scherzo: Allegro molto / Rondo: Allegro ma non troppo
- 7 Variationen über das Thema "Bei Männern, welche Liebe fühlen" aus der "Zauberflöte" von W.A. Mozart
für Violoncello und Klavier, WoO 46 (1801)
- Klaviertrio G-Dur, op. 1, Nr. 2 (1794 - 95)
Adagio - Allegro vivace / Largo con espressione / Scherzo. Allegro - Trio / Finale. Presto

Location

Schloss
Am Schloßpark 7
79189 Bad Krozingen
Germany
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Im Süden von Bad Krozingen erhebt sich in einer malerischen Parkanlage das Schloss der Freiherren von Bleichenstein. Als wunderschönes Renaissancegebäude bildet es den stilvollen Rahmen für die einmaligen Schlosskonzerte, bei denen ausschließlich auf historischen Instrumenten gespielt wird. Diese stammen aus dem Bestand der im Schloss untergebrachten Sammlung historischer Tasteninstrumente.

Als ehemalige Propstei des Klosters St. Blasien wurde das Gebäude 1579 durch den Benediktinerabt Caspar II. errichtet. Durch den neuen Besitzer erhielt es im Zuge eines Umbaus im 18. Jahrhundert sein heutiges Aussehen: Reiche Stuckarbeiten und die wertvolle Ausstattung des Festsaals stammen aus dieser Zeit. Im Gegensatz zum Interieur, das im Stil des Rokoko gehalten war, wurde das äußere Erscheinungsbild barock gestaltet und entsprach so dem Repräsentationsbedürfnis der damaligen Zeit. Auch die Schlosskapelle aus dem 17. Jahrhundert erhielt zu jener Zeit ein neues Gesicht und beherbergt seitdem neben dem Marienaltar auch ein kunstvolles Rokoko-Interieur.

Die seit 1974 im Schloss befindliche Sammlung, zusammengestellt vom Cembalisten Fritz Neumeyer, umfasst rund 50 historische Tasteninstrumente. Dazu gehören mit Spinett, Regal, Virginale, Cembali und Hammerflügel die wichtigsten Typen ihrer Zeit, die teilweise noch von 1600 stammen. Die sehr gut erhaltenen Instrumente machen es möglich, Musik vom 16. bis zum 19. Jahrhundert in ihrem ursprünglichen Klangbild aufzuführen. So erhält jedes der Schlosskonzerte in Bad Krozingen einen einzigartigen Klang und Charakter, den man so nur selten zu hören bekommt.