Beethoven 250. - Ludwig van Beethoven, Christus am Ölberge, Oratorium op. 85 und Messe C-Dur op. 86

Frankfurter Kantorei, Camerata Frankfurt, Soli  

Dominikanergasse 1
60311 Frankfurt am Main

Tickets from €15.00
Concessions available

Event organiser: Frankfurter Kantorei e.V., Homburger Hohl 18, 60437 Frankfurt am Main, Deutschland

Tickets


Event info

Ludwig van Beethoven, Christus am Ölberg, Oratorium op. 85 für Soli, Chor und Orchester Ludwig van Beethoven, Messe C-Dur op. 86 für Soli, Chor und Orchester Talia Or, Sopran Melinda Paulsen, Alt Stefan Vinke, Tenor Hans Christoph Begemann, Bass Frankfurter Kantorei Camerata Frankfurt Winfried Toll, Leitung Für das Frühjahrskonzert im Beethovenjahr 2020 nimmt die Frankfurter Kantorei das selten in Konzerten zu hörende, einzige Oratorium aus der Feder Ludwig van Beethovens, Christus am Ölberge op. 85, sowie die Messe in C-Dur op. 86 ins Programm. Beethoven vertonte für sein 1803 uraufgeführtes Passionsoratorium keine Bibeltexte, sondern eine Dichtung des Opernlibrettisten Franz Xaver Huber über den zweifelnden Jesus im Garten Gethsemane und seine anschließende Gefangennahme. In den Arien und Rezitativen wird die Gefühlswelt Jesu ausgedrückt, aber auch die der anderen Protagonisten - Petrus und des Engels Seraph - in geradezu opernhaft dramatischer Weise, die in Teilen an die fast gleichzeitig komponierte „Leonore“(später „Fidelio“) erinnert. Die Chöre verkörpern mal den gemischten Chor der Engel, mal den Chor der Krieger oder den Chor der Jünger. Neben der monumentalen und berühmten Missa solemnis führt die erste Messvertonung Beethovens, die Messe in C-Dur, oftmals nur ein Schattendasein. Obwohl Beethoven zur Zeit deren Entstehung noch unter Einfluss der Werke seines Lehrers Joseph Haydn stand, löste er sich mit der intensiven Ausdeutung des liturgischen Texts von den traditionellen Messkompositionen und erschloss so ganz neue Ausdruckswelten.

Location

Dominikanerkloster Heiliggeistkirche Frankfurt
Kurt-Schumacher-Straße 23
60311 Frankfurt am Main
Germany
Plan route

Das Dominikanerkloster in Frankfurt am Main geht bis auf das 13. Jahrhundert zurück. Einzig erhaltenes Teil des einstig mächtigen Klosters ist der Chor der Heiliggeistkirche. Hier finden heute hochkarätige Konzerte vieler verschiedener Stilrichtungen statt, die in der ehemaligen Klosterkirche ganz besondere Klangerlebnisse schaffen.

Der Orden der Dominikaner gründete 1233 das Kloster, um auf Geheiß des Kaisers die sittlichen Zustände in der Stadt zu verbessern. Im 14. Jahrhundert zog das Dominikanerkloster während seiner Blüte zahlreiche Gelehrte und bekannte Prediger nach Frankfurt und war Ort vieler bedeutender Ereignisse: Könige wurden hier erwählt und Streitigkeiten zwischen göttlicher und weltlicher Macht ausgetragen. Mit Einführung der Reformation begann der Niedergang des einst bedeutenden Klosters, seine Zeit endete schließlich 1803, als es mitsamt seinem Besitz an die Stadt überging. Das Kloster selbst ist heute Sitz des Evangelischen Regionalverbandes und Tagungsort der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Die Heiliggeistkirche, die mehrfach vor einem Abriss bewahrt wurde, war bereits im 19. Jahrhundert nicht mehr reine Kirche, sondern wurde auch damals schon für Konzerte und Versammlungen genutzt. Nachdem sie in den Wirren des Krieges stark beschädigt wurde, ist von dem ursprünglichen Gotteshaus aus dem 14. Jahrhundert lediglich der gotische Chor geblieben. Der heutige Bau geht auf das Jahr 1958 zurück und enthält unter den barocken Kreuzgangarkaden noch Reste eines spätgotischen Gewölbes.