Baltikum

SWR Vokalensemble Stuttgart, Dirigent: Marcus Creed  

Faberstr. 16
70188 Stuttgart

Tickets ab 24,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: SWR Media Services GmbH, SWR Service, Hans-Bredow-Str. 9, 76530 Baden-Baden, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

VELJÖ TORMIS
Drei Volkslieder
MAIJA EINFELDE
Three Poems by Fricis Barda
ANDRIS DZENITIS
Four Madrigals by E. E. Cummings für 8 Stimmen
PETERIS VASKS
Litene, Ballade für 12-stimmigen gemischten Chor
ARVO PÄRT
Dopo la Vittoria, piccola cantata per coro
ARVO PÄRT
I heard a voice für gemischten Chor a cappella
JUSTÉ JANULYTÉ
»Plonge« für Violoncello und 12 Stimmen
RYTIS MAŽULIS
Canon solus für Chor
 
SWR Vokalensemble
Dirigent Marcus Creed
 
Als Gidon Kremer und Tonu Kaljuste die Musik des Baltikums in den 1980er-Jahren in die europäischen Konzertsäle brachten, war das eine Sensation: eine Musik, die archaisch und zeitgenössisch zugleich ist und dabei nicht nur die Herzen des Konzertpublikums erreichte, sondern ein neues Publikum mobilisierte, das vorher nie einen Fuß in die klassischen Konzertsäle gesetzt hatte.
Seitdem ist viel passiert. Die baltischen Staaten sind zu selbstverständlichen Nachbarn geworden. Ihre Musik wird von Chören in der ganzen Welt gesungen. Das aber ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Repertoire, das die baltischen Komponisten in den letzten Jahrzehnten komponiert haben. Das SWR Vokalensemble hat sich auf die Suche gemacht und eine ganz eigene Musik von großer Klangsinnlichkeit und Raffinesse gefunden, die in den vergangenen Jahrzehnten für professionelle Kammerchöre entstanden ist.
Da stehen die originellen und eigentümlich intensiven Volksliedbearbeitungen des Esten Veljö Tormis neben den geradezu orchestralen Stimmungsbildern der großen alten Dame der lettischen Musik, Maija Einfelde. Arvo Pärts jubelnde Kantate »Dopo la Vittoria« spannt den Bogen zu der Stille seines jüngsten Chorwerkes »I heard a voice«. Peteris Vasks ist mit seiner bewegenden Ballade »Litene« vertreten, die mit der perkussiven Eindringlichkeit und der unverbrauchten Melodik seiner mittleren Schaffensphase der Opfer des Befreiungskampfes seiner litauischen Heimat gedenkt.
Auch drei junge Komponisten stehen auf dem Programm, die im Baltikum zu den vielfach Preisgekrönten gehören, hier aber nur Spezialisten bekannt sind: der Lette Andris Dzenitis mit einem großen und hinreißend musikalischen Vokalzyklus auf Gedichte von E. E. Cummings, der junge Litauer Rytis Mažulis, der die Idee des Mikrokanons auf höchst konsequente und faszinierende Weise ins Extrem einer »Superminimalmusik« führt, und die litauische Komponistin Justé Janulyté, deren monochrome Musik eine sogartige Intensität und einen Farbenreichtum entfaltet, denen sich kein Zuhörer entziehen kann.

Ort der Veranstaltung

Gaisburger Kirche Stuttgart
Faberstraße 16
70188 Stuttgart
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Die Gaisburger Kirche im gleichnamigen Stuttgarter Stadtteil gehört zu den schönsten Kirchen der Landeshauptstadt. Ihr Architekt Martin Elsässer entwarf die Kirche in einer Mischung aus Neoklassizismus, Jugendstil und Neobarock und setzte im überwiegend kommunistischen Gaisburg ein beeindruckendes Denkmal für den Protestantismus.

Im Zuge der rasant wachsenden Bevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, entschloss sich die evangelische Kirchengemeinde in Stuttgart eine neue Kirche zu errichten. Die hervorragende Lage auf der sogenannten „Brandwache“, einem Hügel in der nahen Umgebung, sorgt dafür, dass die Gaisburger Kirche schon von weitem als monumentales Zeugnis der Kirchengemeinde zu sehen ist. Der lichtdurchflutete Innenraum wird durch 14 Säulen dominiert, die die ovale Kuppel stützen. Als in Stein gebautes irdisches Abbild des himmlischen Jerusalem steht er für den lebedingen Glauben und ein aktives Gemeindeleben. Die dreiteilige Orgel aus dem Jahre 1913 ist einzigartig in der süddeutschen Orgellandschaft und ein wahrer Höhepunkt beim Besuch der Kirche.

Die Gaisburger Kirche befindet sich im östlichen Teil Stuttgarts. Besucher, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchten, erreichen die Kirche über die Haltestelle Schlachthof.