Autorenlesenacht "Wostok goes West"

Lena Gorelik, Dimitrij Kapitelman, Olga Martynova & Oleg Jurjew /Jüdische Woche  

An der Dreikönigskirche 1a Deu-01097 Dresden

Tickets ab 13,20 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden, Bautzner Str. 20, 01099 Dresden, Deutschland

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Ermäßigung für Kinder, SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildende, Arbeitslose, Bundesfreiwilligendienstleistende, Dresden-Pass-InhaberInnen sowie Schwerbehinderte (ab 80% MdE) und die nachgewiesene notwendige Begleitperson. Gültige Berechtigungsausweise sind erforderlich.
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Veranstaltungsinfos

Als sich vor 25 Jahren der Eiserne Vorhang senkte und das geeinte Deutschland auch zum Ziel osteuropäischer Einwanderer wurde, dachte niemand daran, wie einschneidend sich das auf den deutschen Buchmarkt auswirken könnte: Mittlerweile ist die postsowjetische Literatur nicht mehr wegzudenken: Darunter sind Autoren jüdischer Herkunft – Vladimir Vertlib, Julya Rabinowich, Lena Gorelik, Olga Grjasnova und natürlich Wladimir Kaminer, deren Werke die Identitätsthematik im Dreieck russischer, jüdischer und deutscher Kultur artikulieren – oder auch russlanddeutsche Autoren wie Eleonora Hummel, Nelly Däs, Wendelin Mangold oder Alexander Reiser.

Viele von ihnen haben den großen Schritt getan und schreiben mittlerweile auf Deutsch. Vergleicht man ihre Werke, so gehören biografische Themen zur zentralen Gemeinsamkeit. Die postsowjetische Literatur schrieb außerdem neue Schauplätze und Ereignisse in das kollektive Gedächtnis ein: etwa die Leningrad-Blockade, russische Kindertransporte im Zweiten Weltkrieg und natürlich auch Antisemitismus und antijüdische Prozesse in der ehemaligen Sowjetunion. Auffallend ist das Fehlen der Großväter (gestorben im Vaterländischen Krieg) – dafür schweigende Großmütter, die die Enkelkinder mit einem scheinbar undurchdringlichen Familiengeheimnis konfrontieren. Diese Umgangsweise mit Geschichte steht symbolisch für das nicht gelebte, verdrängte und fremd gewordene Judentum der Großelterngeneration zu Sowjetzeiten.

In unserer Autorenlesenacht freuen wir uns auf je zwei spannende Protagonisten der postsowjetischen Literaturszene. Alle vier arbeiten mittlerweile schon lange in Deutschland oder sind hier geboren.

Olga Martynova liest aus ihrem Gedichtband "Von Tschwirik und Tschwirka" sowie ein kurzes Essay über Ossip Mandelstamm. Oleg Jurjew liest aus seinen Bänden "von orten. ein poem" und "von zeiten. ein poem" sowie aus dem Sammelband "In zwei Spiegeln". Dimitrij Kapitelman liest aus seinem Debütroman „Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters“. Lena Gorelik liest aus ihrem Reiseroman „Verliebt in Sankt Petersburg“.

Ort der Veranstaltung

Societaetstheater
An der Dreikönigskirche 1a
01097 Dresden
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Ein historisches Gebäude, ein tolles Programm und eine Bühne, die Platz für Künstler aus dem In- und Ausland bieten. Das ist das Societaetstheater in Dresden. Es schafft den Balanceakt zwischen dem Glanz der vergangenen Jahrhunderte und dem Zauber moderner Inszenierungen.

1779 begann die erste, sehr kurze Nutzung des Societaetstheaters. Nach fünfzig Jahren wurde das Projekt auf Eis gelegt. Mit dem Schauspiel „Die Erinnerung“ schloss das Theater vorrübergehend. Und die Erinnerung an diese Tage veranlasste den Verein „Societaetstheater e. V.“ den Spielbetrieb Ende der 1990er-Jahre wieder aufzunehmen. Seitdem bieten die restaurierten Räumlichkeiten Platz für zwei Bühnen, einen Spielraum im Foyer und eine Bühne im barocken Garten. Ein modernes Theater mit Schwerpunkt auf Sprech-, Tanz-, Musik-, und Figurentheater hat hier Einzug gehalten. Des Weiteren finden hier Werkstattveranstaltungen und Festivals statt.

Das älteste Bürgertheater Dresdens mit der einzigen Gartenbühne Dresdens ist ein Must-See. Neben Zwinger, Frauenkirche und Semperoper gehört dieses Theater zu den Hauptattraktionen der wunderschönen Stadt an der Elbe.

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