Auf Jakobs Weg ...

Tenebrae Choir, Nigel Short  

Hagenstr. 18
37154 Northeim

Tickets from €15.00
Concessions available

Event organiser: Niedersächsische Sparkassenstiftung, Schiffgraben 6-8, 30159 Hannover, Deutschland

Tickets


Event info

Klänge, so leicht und schwebend, als kämen sie geradewegs vom Himmel, dann wiederum so gewichtig und fundamental, als spräche das Weltgericht ein Machtwort: Rund dreißig Sängerinnen und Sänger des Kammerchors Tenebrae aus London vollbringen wahre Klangwunder. Der Gründer und Leiter des Ensembles, Nigel Short, war selbst Mitglied des renommierten Vokalensembles The King’s Singers und ist ein begnadeter Chorklangspezialist. Sein Wissen, sein Können und seine Intuition formen diesen Chor, der zu den weltbesten Vokalensembles zählt. Die Tradition der englischen Gesangskultur verkörpert Tenebrae auf höchstem Niveau. Bei den Niedersächsischen Musiktagen bringt der Chor ein Werk seines Landsmannes Joby Talbot zur Aufführung, das höchste Anforderungen an die Sängerinnen und Sänger stellt und dem Ensemble auf den Leib geschneidert wurde: „Path of Miracles“ ist eine tönende Reise auf dem Jakobsweg. Die letzten vier Stationen des berühmten Pilgerpfades verdichtet der Komponist Talbot zu Klangbildern von bezaubernder Schönheit und großem Ernst. „Path of Miracles“ ist ein Kaleidoskop verschiedener Musikstile, die Talbot alle virtuos beherrscht, und so gerät die Reise auf dem Pilgerpfad auch zu einem musikalischen Aufbruch: mutig und inspiriert, religiös und tolerant.

Location

Lutherische St. Sixti-Kirche
Hagenstraße 18
37154 Northeim
Germany
Plan route

Schon seit dem 15. Jahrhundert erhebt sich der kleine Turm der St. Sixti Kirche über Northeim. Auch heute noch steht die Kirche mit einem regen Gemeindeleben in der Tradition, die sie als Stadtkirche und geistlicher Mittelpunkt Northeims auszeichnet.

Bis ins neunte Jahrhundert lässt sich die Geschichte der St. Sixti Kirche zurückverfolgen, das heutige Gotteshaus stammt aus dem 15. Jahrhundert: 1470 begannen die Bauarbeiten, zunächst für den Chor, bis 1519 dann Schiffe und Kapellen fertiggestellt waren. Der Turm ist dabei der älteste Teil der Kirche und stammt aus dem Jahr 1250. Unter ihm dominiert der Baukörper des Gotteshauses den machtvollen Eindruck, der durch kunstvolles und bewegtes Maßwerk aufgelockert wird. Wie auch im Inneren der Kirche herrschen einheitliche Stilelemente vor, die durch ebenjene Maßwerkdetails durchbrochen werden. Innerhalb St. Sixti man derweil kann zahlreiche Figuren erkennen: Eine Darstellung der heiligen Barbara findet sich ebenso wie eine Meerjungfrau und eine Teufelsfratze.

Vor allem die spätgotischen Glasmalereien zählen zu den Kunstschätzen von St. Sixti. Die vier Passionsfenster erzählen in beeindruckender Farbigkeit und figürlicher Darstellung von der Leidensgeschichte Christi und stammen aus dem Jahr 1478. Auch der norddeutsche Hochaltar zieht die Blicke auf sich und stand bereits in der Vorgängerkirche. Er ist ebenso wie der kleinere Marienaltar ein kunsthistorisch bedeutsames Ausstattungsstück und entstand um 1500.