antigone.stimme

Martina Roth  

Uhlandstraße 7
75417 Mühlacker

Tickets ab 17,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Volkshochschule Mühlacker, Bahnhofstr. 15, 75417 Mühlacker, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Seit mehr als 2000 Jahren fesselt dieser Stoff die Menschen: Anti-gone, die sich den Gesetzen des Kreon widersetzt, weil sie sich stattdessen ewig gültigen Gesetzen verpflichtet fühlt. Sie übertritt das weltliche Gesetz, indem sie ihren Bruder Polyneikes bestattet, was Kreon bei Todesstrafe verboten hat.
Antigone gilt als Sinnbild des Widerstandsrechtes des Individuums gegen unrechtmäßig ausgeübte Souveränität schlechthin. Das "bewegtbildtheater" von Martina Roth und Johannes Conen prä-sentiert eine eigene Fassung unter dem Titel "Antigone Stimmen" und bringt den antiken Stoff in eine zeitgemäße Form.
Entstanden ist eine verdichtete Inszenierung des antiken Stoffs: Kein Anbiedern, kein zwanghaftes Modernisieren wird hier gezeigt. Stattdessen gelingt es den Machern, mit aktuellen Mitteln zum Kern der Tragödie vorzudringen.
Antigone lehnt sich auf gegen die Diktatur des Machthabers und kämpft – nicht zuletzt gegen sich selbst. Sie spricht mit sich selbst, ist Antigone und gleichzeitig auch „die Anderen“.
Denn die Schauspielerin Martina Roth spielt drei Mal Antigone oder drei Teile von ihr. Zum einen die Frau auf der Bühne, die Reale, die Zweifelnde und die Handelnde. Die zweite Antigone ist ein auf die Leinwand genial projiziertes Ebenbild, mit dem die erste Antigone ins Zwiegespräch kommt – die Bewertende und Kritisierende. Zum dritten spielt Martina Roth das Archaische, Wilde und das Verrückte. Martina Roth spielt quasi mit sich selbst beziehungsweise mit dem Film, der im Hintergrund abläuft.
Der alte Diskurs der Antigone, ihr verzweifeltes Suchen nach dem rechten Weg, das intimste Denken und Ringen einer Frau mit sich selbst, der Liebe, Moral. Alle Konsequenzen zusammenführend zeigt sich dem Zuschauer der Blick in das Innerste eines Menschen – erschütternd und Verständnis erzwingend zugleich.

Foto: bbt.bewegtbildtheater

Ort der Veranstaltung

Uhlandbau Mühlacker
Uhlandstraße 7
75417 Mühlacker
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

In unmittelbarer Nachbarschaft des alten Schulhauses der Schillerschule erhebt sich das imposante Bauwesen des Uhlandbaus in Mühlacker. Der Uhlandbau, der 1921 als Festsaal und Turnhalle konzipiert wurde, dient heute weiterhin als Saal für große Konzerte, Vorträge, Lesungen und kleine Veranstaltungen sowie als Mensa für die Schillerschule. Das mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude gilt als wuchtige Dominante des Ortsbildes.

Der Gemeinschaftssinn, das kulturelle Bedürfnis und das Verlangen nach einer Stätte der Erholung der Schwaben führten 1921 zum Bau der Turn- und Festhalle. Sie wurde mit 99 Arbeitstagen in Rekordzeit fertiggestellt. Die Voraussetzung für eine Finanzierung von 750.000 Reichsmark durch Alfred Emrich war somit erfüllt. Der Grundstein für hervorragende Konzert-, Opern- und Theaterveranstaltungen mit beeindruckender Akustik war gelegt. Von Beginn an traten im Uhlandbau bekannte Größen der Klassik auf, darunter die Brüder Busch, das Landestheater Stuttgart, Pianist Walter Giseking oder Carl Orff. Sie inszenierten Werke von Mozart, Strauss, Beethoven und vielen weiteren einflussreichen Künstlern.

Auch heute noch ist der Uhlandbau in Mühlacker Austragungsort großer Konzerte und anderer Veranstaltungen. Bis zu 510 Konzertbesucher finden im Parkett und auf der Empore des Saals, der sich im 1. OG des Gebäudes befindet, Platz. Über einen Außenaufzug ist der Veranstaltungsraum auch für Menschen mit Gehbehinderung erreichbar. Zentral gelegen erreichen Sie den geschichtsträchtigen Uhlandbau vom Bahnhof Mühlacker aus in nur zehn Minuten. Für PKWs stehen Parkmöglichkeiten ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.