5. Konzert: Louis Spohr: „Die letzten Dinge“ - Oratorium

Kantorei der Versöhnungskirche Kaiserslautern, Leitung: Uwe Farke  

Kirchplatz Deu-67697 Otterberg

Tickets ab 16,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Stadt Otterberg, Hauptstraße 27, 67697 Otterberg, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

"Die letzten Dinge halten wir für eines der größten Musikwerke unserer Zeit", so rühmt ein englischer Kritiker 1830 das Werk und bringt damit zum Ausdruck, welche Wertschätzung Louis Spohr in England erfuhr. Ähnlich begeistert wurde das Oratorium bei der Uraufführung 1826 in Kassel aufgenommen. Das folgende Musikfest in Düsseldorf 1826 musste wegen des überwältigenden Erfolges verlängert werden, um eine zweite Aufführung zu ermöglichen. Spohr greift auf das Libretto von Rochlitz zurück, das ausschließlich Bibeltexte verwendet. Er verzichtet auf langatmige Arien des Solistenquartetts, bevorzugt begleitete Rezitative, kurze mehrstimmige Soli und vor allem Chöre mit beseelter Melodik. Er setzt auch nicht auf apokalyptische Dramatik. Um so stärker durchzieht das Werk eine tröstliche und erwartungsfrohe Grundhaltung. Das Orchester eröffnet beide Teile mit selbständigen sinfonischen Sätzen, die auch versierte Berufsmusiker herausfordern. Beim Konzert in der Abteikirche setzt die Kantorei der Versöhnungskirche Kaiserslautern ihre Aufführungsreihe großer Werke fort, auch bei "Die letzten Dinge" mit herausragenden Solisten und Mitgliedern der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.

Ort der Veranstaltung

Abteikirche Otterberg
Kirchplatz / Hauptstr. 62
67697 Otterberg
Deutschland
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Abgeschieden im Otterbacher Tal liegt der zweitgrößte Sakralbau und die größte Klosterkirche der Pfalz: Die Abteikirche Otterberg besticht durch ihre ornamentale Strenge und klaren Linien und ist eines der besterhaltenen Sakralgebäude ihrer Zeit.

1143 wurde die Zisterzienserabtei in Otterberg als Tochter des Klosters Eberbach gegründet. Nur ein Jahrhundert später fand die Kirchenweihe statt: Das kreuzförmige Gotteshaus hat schon damals die Vorstellungen eines Bauvorhabens fast gesprengt und ist auch heute noch überaus beeindruckend. Im 15. Jahrhundert folgte dann der Niedergang des Klosters. Nach Brandschatzung und Raubüberfällen sahen sich die Mönche gezwungen, den Orden aufzugeben, die Klostergebäude wurden als Steinbruch genutzt. Einziges Überbleibsel ist der 1925 freigelegte Kapitelsaal, der direkt neben der Abteikirche besichtigt werden kann und den Mönchen als Versammlungsraum diente.

Seit 1707 ist die Abteikirche Otterberg eine Simultankirche. Evangelische und katholische Christen nutzen das Gotteshaus gemeinsam, wobei es oft zu Streitigkeiten kam. Aus diesem Grund wurde die Schied-Mauer, eine Trennwand zwischen Lang- und Querhaus eingezogen, die die beiden Kirchenräume voneinander trennte. Erst 1978, nach fast 200 Jahren, wurde diese Trennmauer wieder abgetragen, seitdem nutzen Christen die Kirche gemeinsam und sind ein Vorreiter für die Ökumene in der Pfalz.