4. Konzert: „Carolus IV. – Rex et Imperator“ Musik aus der Zeit Kaiser Karls IV.

Schola Gregoriana Pragensis, Leitung: David Eben  

Kirchplatz Deu-67697 Otterberg

Tickets ab 18,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Stadt Otterberg, Hauptstraße 27, 67697 Otterberg, Deutschland

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Veranstaltungsinfos

Das Konzert mit Musik des Mittelalters spürt in diesem Jahr den Veränderungen und Reformbewegungen vor Martin Luther nach.

Die Zeit Kaiser Karls IV. (1316-1378) ist für die böhmischen Länder eine Epoche der außerordentlichen kulturellen und spirituellen Blüte und der durch Karl angestoßenen Aufbrüche. Deshalb ist es kein Zufall, dass die meisten der musikalischen Quellen aus dem 14. Jhdt. stammen. Es entsteht herrliche Musik, die sich mit den musikalischen Veränderungen in Frankreich austauscht und sich gegenseitig beeinflusst; Deutsch und Tschechisch halten als Sprache Einzug in die Kompositionen.

So präsentiert das Konzert einen Querschnitt durch das geistliche Repertoire Böhmens. Es erklingen Teile aus Offizien böhmischer Patrone und Werke spätmittelalterlicher Marienfrömmigkeit sowie ein Echo des französischen Schaffens im 14. Jahrhundert, wie es im Veitsdom, an der Prager Universität und in dem von Karl gegründeten Emmaus-Kloster gepflegt wurde.

Die Schola Gregoriana Pragensis wurde im Jahre 1987 von David Eben gegründet. Das Ensemble konzentriert sich auf die Interpretation des gregorianischen Chorals sowie auf die Aufführung gregorianischer Gesänge der böhmischen Choraltradition.

Ort der Veranstaltung

Abteikirche Otterberg
Kirchplatz / Hauptstr. 62
67697 Otterberg
Deutschland
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Abgeschieden im Otterbacher Tal liegt der zweitgrößte Sakralbau und die größte Klosterkirche der Pfalz: Die Abteikirche Otterberg besticht durch ihre ornamentale Strenge und klaren Linien und ist eines der besterhaltenen Sakralgebäude ihrer Zeit.

1143 wurde die Zisterzienserabtei in Otterberg als Tochter des Klosters Eberbach gegründet. Nur ein Jahrhundert später fand die Kirchenweihe statt: Das kreuzförmige Gotteshaus hat schon damals die Vorstellungen eines Bauvorhabens fast gesprengt und ist auch heute noch überaus beeindruckend. Im 15. Jahrhundert folgte dann der Niedergang des Klosters. Nach Brandschatzung und Raubüberfällen sahen sich die Mönche gezwungen, den Orden aufzugeben, die Klostergebäude wurden als Steinbruch genutzt. Einziges Überbleibsel ist der 1925 freigelegte Kapitelsaal, der direkt neben der Abteikirche besichtigt werden kann und den Mönchen als Versammlungsraum diente.

Seit 1707 ist die Abteikirche Otterberg eine Simultankirche. Evangelische und katholische Christen nutzen das Gotteshaus gemeinsam, wobei es oft zu Streitigkeiten kam. Aus diesem Grund wurde die Schied-Mauer, eine Trennwand zwischen Lang- und Querhaus eingezogen, die die beiden Kirchenräume voneinander trennte. Erst 1978, nach fast 200 Jahren, wurde diese Trennmauer wieder abgetragen, seitdem nutzen Christen die Kirche gemeinsam und sind ein Vorreiter für die Ökumene in der Pfalz.