38| Sie kam aus Mariupol

Natascha Wodin  

Markt 9 37073 Göttingen

Tickets ab 15,00 € Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Göttinger Literaturherbst GmbH, Hospitalstraße 12, 37073 Göttingen, Deutschland

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Ermäßigungsinformationen

Ermäßigungsberechtigt sind:
- Schüler und Studenten
- Jugendliche unter 18 Jahren
- Auszubildende
- Zivil- oder Wehrdienstleistende
- Arbeitslose
- Schwerbehinderte ab 50%

die Ermäßigungsberechtigung wird am Einlass kontrolliert.
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Veranstaltungsinfos

Es beginnt mit dem Eintippen eines Namens in eine russische Suchmaschine. Was folgt, ist eine Spurensuche voller Überraschungen, die ein Stück verloren geglaubte Vergangenheit verspricht. Natascha Wodin bringt in ihrem sehr persönlichen Buch Sie kam aus Mariupol (Rowohlt 2017) eine Fußnote der Geschichte in die Öffentlichkeit – die Zwangsarbeit im Deutschen Reich – und wurde mit dem diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse belohnt.

Sie schildert das schockierende Schicksal ihrer Mutter in den Gräueln des 20. Jahrhunderts. Wodins Mutter selbst wird nach Deutschland verschleppt zur Zwangsarbeit, überlebt, zerbricht aber schließlich an der Vergangenheit und nimmt sich das Leben.

Eine wichtige, bewegende Geschichte, die Lesende nicht mehr loslässt. Das Gespräch führt Joachim Baur, wissenschaftlicher Leiter des Museums Friedland.

Foto: Susanne Schleyer

Ort der Veranstaltung

Altes Rathaus
Markt 9
37073 Göttingen
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Als markantestes Gebäude in der Altstadt Göttingens prägt das Alte Rathaus seit Jahrhunderten das Stadtbild. Obwohl es öfter auch mehrere Funktionen erfüllte, war es doch seit seinem Bau Sitz des Rates und der Stadtverwaltung. Diese Tradition sollte 1978 zwar zu Ende gehen, doch noch immer erfüllt das Alte Rathaus einen wichtigen Zweck für Göttingen: Als zentraler Veranstaltungsort ist das altehrwürdige Gebäude Anziehungspunkt für zahlreiche Göttinger.

Das Alte Rathaus entstand etwa 1270, wobei die heutige Form auf Bauabschnitte bis 1443 zurückgeht. Zu dieser Zeit diente der Bruchsteinbau nicht nur der Kaufmannsgilde als Unterkunft, sondern auch als Weinkeller. Die später angebaute Dorntze, heute Ort romantischer Eheschließungen, war als repräsentativer Raum der Sitzungssaal der Ratsherren. Die für diese beheizbaren Räumen typische, unterhalb befindliche Heizanlage, ist vollständig erhalten und so eine wahre Seltenheit. Die Funktion anderer Räume kann man oft an neben den Türen angebrachten Figuren erkennen. Auch an der Eingangstür befindet sich mit dem Türzieher in Form eines Löwenkopfes eine Rarität: Er stammt aus dem Jahr 1300 und ist der älteste an allen deutschen Rathäusern. Besonders sehenswert innerhalb des Hauses sind zudem die Wandbemalungen, die aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert stammen.

Seit dem Bau des Neuen Rathauses wird das historische Gebäude am Marktplatz für Veranstaltungen und repräsentative Zwecke genutzt. Ehrungen und Empfänge der Stadt erhalten hier ein äußerst feierliches Flair, welches auch standesamtlichen Hochzeiten den besonderen Schliff verleiht. Im ehemaligen Ratskeller kann man unter dem Deckengewölbe gutbürgerliche Küche im Restaurant Bullerjahn genießen. In den großzügigen Räumen finden auch immer wieder Konzerte oder Ausstellungen statt, außerdem ist im Alten Rathaus das Amt für Tourismus untergebracht.