(32) Clara 200

Neues Mendelssohn Kammerorchester | Ragna Schirmer  

Am Markt
99310 Arnstadt

Tickets ab 29,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Mitteldeutscher Rundfunk– HA MDR KLASSIK, Augustusplatz 9a, 04109 Leipzig, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

NEUES MENDELSSOHN KAMMERORCHESTER
RAGNA SCHIRMER KLAVIER

JOHANN SEBASTIAN BACH RICERCAR A TRE VOCI
AUS DEM »MUSIKALISCHEN OPFER« BWV 1079
KONZERT FÜR KLAVIER UND ORCHESTER F-MOLL BWV 1056
WOLFGANG AMADEUS MOZART / JOHANN SEBASTIAN BACH
PRÄLUDIEN UND FUGEN FÜR STREICHER KV 404A
CLARA SCHUMANN 3 PRÄLUDIEN UND FUGEN FÜR KLAVIER SOLO;
KONZERT A-MOLL OP. 7

Genau zum 200. Mal jährt sich in diesem Jahr der Geburtstag
einer der bedeutendsten Pianistinnen und Komponistinnen der
Musikgeschichte: Am 13. September 1819 erblickte in Leipzig Clara
Schumann das Licht einer Welt, die sie schon bald als herausragende
Virtuosin feiern sollte. Seit rund drei Jahrzehnten beschäftigt
sich Ragna Schirmer bereits mit dem Phänomen Clara Schumann
und hat für ihr Nachwirken und das Bild, das sich die Musikwelt
von der Künstlerin macht, entscheidende Impulse gegeben. In der
Reihe »Bachorte« lässt sie der Bach-Begeisterung Claras freien
Lauf: Die Pianistin hatte nicht nur ihren Anteil daran, dass Bachs
Werke im Konzertsaal lebendig blieben, sondern setzte sich auch
kompositorisch mit ihm auseinander, was heute ebenso wenig
bekannt ist wie ihr hochromantisches Klavierkonzert, komponiert
im Alter von nur 16 Jahren.

Ort der Veranstaltung

Bachkirche Arnstadt
Am Markt
99310 Arnstadt
Deutschland
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Die Kirchenmusik genießt an der Johann-Sebastian-Bach-Kirche in Arnstadt schon allein dem Namen nach eine besondere Bedeutung. Insgesamt zwei Orgeln besitzt die evangelische Kirche und begeistert mit einem umfangreichen Konzertprogramm die Menschen rund um Arnstadt.

Im 14. Jahrhundert wurde das damals noch Bonifatiuskirche genannte Gotteshaus erstmals erwähnt. Direkt am Marktplatz gelegen, fällt sie 1581 einem Brand zum Opfer. Aus den Steinen einer alten abgebrochenen Kirche wird sie daraufhin wieder aufgebaut und präsentiert sich dem Betrachter als barocke Saalkirche mit umlaufender Empore. Anfangs bot die schlichte Kirche in ihrem Inneren wohl einen düsteren und eher unfreundlichen Anblick, nachdem Geld für einen Anstrich verfügbar war, erstrahlt sie jedoch in hellem Weiß. Seit 1935 trägt die Kirche den heutigen Namen nach ihrem berühmten Organisten.

Die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Wender-Orgel wurde damals von dem gerade erst volljährigen Johann Sebastian Bach geprüft. Er hinterließ einen solchen Eindruck, dass man ihn direkt als Organisten in der Kirche verpflichtete. Insgesamt 320 originale Pfeifen erklingen auch heute noch, wenn das historische Instrument bespielt wird. Gemeinsam mit der moderneren Steinmeyer-Orgel von 1913 steht die Wender-Orgel für den Fortbestand und die Wandlung der Orgeltradition Deutschlands.