3. Kreuzgangkonzert 2018: Barockensemble L´Estro Armonico

Barockensemble L´Estro Armonico  

Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach

Tickets ab 16,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte e.V., Freudenstädter Str.6, 72275 Alpirsbach, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

Leitung Monika Ecker

Nations – Europas musikalische Landschaften

Die ganze Pracht und Spielfreude vermeintlich „alter Musik“ einem modernem Publikum zugänglich zu machen- das hat sich das junge Barockensemble L´Estro Armorico zum Ziel gesetzt. Lebendige Ausdruckskraft, das Spiel mit Klangfarben und kunstvolle Ornamentik zeichnen die Interpretationen aus, die das Ensemble auf historischen Instrumenten zum Klingen bringt. Jedes Instrument tritt dabei auch mit Solodarbietungen und in Stücken für kleinere Besetzungen in den Vordergrund
Das Ensemble ist benannt nach einem Konzerttitel von Vivaldi. L’Estro Armonico („Die harmonische Eingebung“) ist der Name eines Zyklus von zwölf Konzerten für Violinen und Streichorchester, den Antonio Vivaldi 1711 veröffentlichte, nachdem bis dahin von ihm nur Sonaten im Druck verfügbar waren. Vivaldi und ganz besonders dieser Konzertzyklus hat einen enormen Einfluss auf die europäischen Komponisten, gehabt, der manchmal als Vivaldi-Fieber bezeichnet wird. In Johann Sebastian Bachs frühen Konzerten ist der Einfluss des Estro Armonico unverkennbar.
2012 gründeten Shio Ohshita (Japan), Nadja Camichel (Schweiz), Monika Ecker (Deutschland) und Arturo Perez Fur (Spanien) gemeinsam L’Estro Armonico, nachdem sie sich im Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bzw. dem Institut für Alte Musik der Freiburger Musikhochschule kennengelernt hatten. Seither hat das Ensemble zahlreiche Konzerte in Deutschland und der Schweiz gespielt, unter anderem bei den Bad Krozinger Schlosskonzerten und dem Kultursommer Elfenau.
Bei den Alpirsbacher Kreuzgangkonzerten ist das Ensemble in diesem Jahr zum zweiten Mal zu Gast. Für Monika Ecker, in Alpirsbach aufgewachsen, ist dies ein „Heimspiel“ - viele Fans freuen sich deshalb bereits auf das Konzert.

Programm:
G.B. Platti Konzert für Oboe und Streicher in g-moll
J.S. Bach Konzert für Cembalo und Streicher in D-Dur
G. Ph. Telemann Konzert für Traversflöte und Blockflöte in e-moll
F. Couperin Les Nations - L´Espagnole
F. Geminiani Concerto Grosso „La Follia“ (nach Corelli op.5)

Änderungen vorbehalten

Ort der Veranstaltung

Kloster Alpirsbach
Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach
Deutschland
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Im malerischen Kinzigtal liegt mit dem Kloster Alpirsbach eines der eindrucksvollsten und schönsten Beispiele für cluniazensische Reformarchitektur. Faszinierende Einblicke in klösterliches Leben, den Geist der Vergangenheit spüren und sich von uralten Mauern faszinieren lassen: Ein Besuch im Kloster Alpirsbach mit seinem bedeutenden Klostermuseum ist ein einzigartiges Erlebnis. Neben dem Museumsbetrieb ist das Kloster auch ein beliebter Veranstaltungsort. Vor allem die überregional bekannten Kreuzgangkonzerte bieten ein ganz besonderes Klangerlebnis, das von der Stimmung der historischen Gemäuer bestimmt wird.

Der kleine Ort Alpirsbach im Herzen des Schwarzwaldes wurde bereits 1095 von Mönchen besiedelt, aus deren Landgut das Kloster im selben Jahr hervorging. 1455, nach einigen Jahren der Konventsauflösung, wurde sowohl das Klausurgebäude umgebaut als auch die Klosterkirche neu ausgestattet. Von der alten Klosterkirche aus der Gründungszeit zeugt noch heute ihr Turm. Aus dem kleinen Kloster im 11. Jahrhundert ist eine beeindruckende Klosteranlage geworden, wie sie heute im Südwesten Deutschlands ihresgleichen sucht. Die Architektur des gesamten Komplexes ist dabei eng an das benediktinische Klosterbauschema angelehnt: Um den imposanten Kreuzgang gruppieren sich Klausur und Klosterkirche und zeugen so vom asketischen Leben der Mönche. Das zeigt sich auch in der Schlichtheit der monumentalen Gebäude, deren Erscheinungsbild von der romanischen Kirche beherrscht wird.

Sensationelle Funde das mittelalterliche Klosterleben betreffend können im Klostermuseum bestaunt werden. Vor allem das Sammelsurium an Gegenständen aus dem Besitz der Klosterschüler zeigt eindrucksvoll, wie sich das Leben hier abgespielt haben muss. Strafarbeiten und Zeichnungen finden sich im Museum ebenso wie Textilien. Fachleute zeigen sich begeistert vom Fund eines Paars Bundschuhe von 1500, das einzige je gefundene erhaltene Paar überhaupt.