3. Konzert "Reihe Eins" | 1918

MDR Sinfonieorchester | MDR Rundfunkchor  

Schletterstraße 5
04107 Leipzig

Tickets ab 17,00 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Mitteldeutscher Rundfunk– HA MDR KLASSIK, Augustusplatz 9a, 04109 Leipzig, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

1918

Werke von

GUSTAV HOLST
(1874–1934)

WALTER BRAUNFELS
(1882–1954)

RUDI STEPHAN
(1887–1915)

SAMUEL BARBER
(1910–1981)

u. a.
MDR SINFONIEORCHESTER
MDR RUNDFUNKCHOR
Alexander Shelley, Dirigent


Am 11. November 1918 atmet die Welt auf: Ein erster Waffenstillstand beendet Kriegshandlungen von bis dato ungekannter Brutalität und Grausamkeit. Der 1. Weltkrieg, der vier Jahre lang seinen Tribut gefordert hat, ist zu Ende. Not, Elend und Schmerz hat er über Europa gebracht. 17 Millionen Menschen sind ihm zum Opfer gefallen. Der Schrecken und die Schockstarre, die er bei der Bevölkerung auslöste, finden jedoch längst noch kein Ende und wollen auf allen Ebenen verarbeitet werden. Nicht wenige Künstler jener Generation, die den Krieg teils aktiv an der Front miterleben mussten, widmen sich in ihren Werken dieser Traumatisierung durch den Krieg. „Dir brach die Nacht schon ein“, vertont nach Hermann Hesse etwa Walter Braunfels bereits im ersten Kriegsjahr – im Angesicht des Sterbens, das er selbst als Soldat mit ansehen muss. 1919 widmet Gustav Holst seinen im Krieg gefallenen Freunden eine „Ode to Death“, die jedoch die Zuversicht ausstrahlt, dass nicht zuletzt Toleranz die Menschheit heilen kann. Mit einem ebenso erschütternden wie eindringlichen Programm erinnern MDR RUNDFUNKCHOR und MDR SINFONIEORCHESTER an das Ende des 1. Weltkrieges vor genau 100 Jahren.

Ort der Veranstaltung

Peterskirche Leipzig
Schletterstraße 5
04107 Leipzig
Deutschland
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Weithin sichtbar ragt der Turm der Peterskirche über die Dächer von Leipzig. Kein Wunder, ist er doch mit 88 Metern der höchste Kirchturm der Stadt. Die Kirche wird vielseitig genutzt: Neben den Gottesdiensten ist sie auch Ort zahlreicher Theateraufführungen, Konzerte oder Ausstellungen.

Da die Anzahl der Gemeindemitglieder sich Ende des 19. Jahrhunderts stark erhöht hatte, beschloss der Kirchenrat, einen Neubau zu errichten. 1885 wurde die Peterskirche geweiht. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche im gotischen Stil erheblich beschädigt und musste daraufhin fast ein Jahrzehnt ohne Dach überstehen. Auch die wertvolle Orgel ging in dieser Zeit verloren. Inmitten einer lebendigen Stadt ist der sakrale Bau ein Ort der Einkehr, der Inspiration und des Gebets.

Die Peterskirche hat keine feste Bestuhlung mehr, weshalb sie einen flexiblen Veranstaltungsraum bietet. Wie vielfältig die Nutzung ist, zeigt die Tatsache, dass hier schon seit 1992 die Alternative und Schwarze Szene zum Wave-Gotik-Treffen zusammenkommt.