29 „Zeitlos“: Klavierduo & Schlagzeug

Julia Marie Müller, Iwan König, N.N. Schlagzeug  

Brückstraße 110
26721 Emden

Tickets ab 27,50 €
Ermäßigung verfügbar

Veranstalter: Profestival UG, Graf-Enno-Str. 23, 26603 Aurich, Deutschland

Tickets


Veranstaltungsinfos

„ZEITLOS“

Sergei Rachmaninow Symphonische Tänze op. 45
Alexander Skriabin Fantasie für zwei Klaviere a-Moll
Béla Bartók Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug

JULIA MARIE MÜLLER Klavier
IWAN KÖNIG Klavier
N.N. Schlagzeug

Das Klavierduo Müller-König, von der Kritik für sein energisch zupackendes und atemberaubend intensives Spiel gepriesen und beim letzten Sommer vom sichtlich hingerissenen Publikum mit tosendem Applaus bedacht, präsentiert in einem spätsommerlichen Konzert Béla Bartóks 1937 entstandene geniale Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug, die in ihren schillernden Klängen den Eindruck einer spontanen Improvisation erweckt.

Sergei Rachmaninow galt als der berühmteste und bestbezahlte Musiker überhaupt, als er 1940 mit den Symphonischen Tänzen op. 45 sein letztes Werk schrieb, ein „opus summum“, dessen Sätze er ursprünglich mit „Mittag“, „Zwielicht“ und „Mitternacht“ überschreiben wollte. Julia Müller und Iwan König spielen das Werk in einer klanggewaltigen und ganz eigenständigen Version für zwei Klaviere, die Rachmaninow zeitgleich mit der Orchesterfassung schuf.

Wird Rachmaninow oft als der „letzte Romantiker“ bezeichnet, so nimmt sein Altersgenosse Alexander Skriabin in der Musikgeschichte einen Platz als radikaler und zukunftsweisender Kopf ein. Seine Fantasie für zwei Klaviere a-Moll stammt noch aus Studententagen, lässt aber bereits leise Skriabins späteren Stil erahnen.

„Die Finger flogen über die Tasten und erweckten die Töne zum Leben. Das Duett der beiden einander gegenübersitzenden Künstler wirkte mal wie ein Frage-Antwort-Spiel, dann ergänzend, dann wieder wie eine Vereinigung.“ Ostfriesischer Kurier

Ort der Veranstaltung

Neue Kirche Emden
Brückstraße 103
26721 Emden
Deutschland
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Bild des Veranstaltungsortes

Als erster nachreformatorischer Kirchenbau wurde die Neue Kirche Emden errichtet und zieht mit ihrem auffälligen Turm die Blicke auf sich. Das historische Gotteshaus dient dabei seit seiner Erbauung sowohl der Gemeinde als geistlicher Mittelpunkt als auch der gesamten Bevölkerung als stilvoller und atmosphärischer Austragungsort kultureller Veranstaltungen.

Bis 1648, also mitten während des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Neue Kirche erbaut. Da sie ausschließlich durch Spenden finanziert war, fehlten bis ins 19. Jahrhundert sowohl Bestuhlung als auch Orgel. Nichtdestotrotz war das Gotteshaus immer einer der religiösen Anziehungspunkte Emdens und als solcher gut besucht. Das gemäßigt barocke Gebäude wurde während des Zweiten Weltkrieges schwer in Mitleidenschaft gezogen, danach jedoch wieder aufgebaut. Heute wie damals präsentiert es sich als imposanter roter Backsteinbau, der durch helle Werksteingliederungen aufgelockert wird. Vor allem der Glockenturm ist dabei ein Blickfang: Er wird von einer Nachbildung der Habsburger Kaiserkrone bekrönt und verdeutlicht so die Reichsunmittelbarkeit der Stadt Emden.

Fast das gesamte Interieur der ursprünglichen Neuen Kirche ging im Krieg verloren, lediglich der Taufstein und die Kronleuchter sind historisch. Der Taufstein, verziert durch schlichte Ranken und Blätter, stammt aus dem 13. Jahrhundert und war ursprünglich in der Kirche Jennelt beheimatet. Einer der Kronleuchter entstammt noch der ersten Ausstattung der Neuen Kirche und zeigt als Geschenk der Böttcherzunft den Kuiper-Hammer als deren Handwerkszeichen.