1 | Eröffnungskonzert: Opus Ultimum

RIAS Kammerchor, Capella de la Torre & Konzertchor des Goethe-Gymnasiums Gera  

Zabelstraße 2
07545 Gera

Tickets from €12.00
Concessions available

Event organiser: Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen-Anhalt u. Thüringen e. V., Michaelstein 15, 38889 Blankenburg, Deutschland

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Der "Schwanengesang" von Heinrich Schütz und Werke von Giovanni Gabrieli, Michael Praetorius u. a.

In drei Festkonzerten zelebriert der RIAS Kammerchor Berlin Vokalmusik in Vollendung. Und das im doppelten Wortsinn: Mit Schütz‘ "Schwanengesang" von 1672 erklingt das letzte Werk des großen mitteldeutschen Komponisten. Es ist sein Vermächtnis, ein faszinierendes Spätwerk ohne überflüssige Schnörkel. Während zeitgleich in Frankreich der Sonnenkönig rauschende Feste feiert, besann sich Schütz auf eine überwältigende Schlichtheit. Es ist ein ungemein radikales Werk, gerade weil es aus der Zeit fällt – und zwar weit in die Zukunft, hin zu einer Moderne, in der Weniger zum Mehr erhoben wird.
Ganz im Sinne von Schütz‘ eigenem Wunsch wagen sich Justin Doyle und Katharina Bäuml an eine neue Instrumentierung des Werkes, die das „Opus Ultimum“ neuartig in reichen Klangfarben erstrahlen lassen wird. Den Motetten des "Schwanengesangs" zur Seite gestellt erklingen Giovanni Gabrielis "Magnificat a 14" und Instrumentalwerke von Praetorius. Sie stehen beispielhaft für die tiefen musikalischen Eindrücke, die der junge Schütz in Venedig und Dresden einst in sich aufnahm und die er auf geniale Weise zu Neuem, Eigenem aufhob. Das beeindruckt und liefert tiefe Einblicke in die Klanggeschichte des Frühbarock. – Ein idealer Auftakt des diesjährigen HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS, zumal gemeinsam mit dem RIAS Kammerchor Berlin auch die gefeierte Capella de la Torre und im Eröffnungskonzert in Gera zudem der Konzertchor des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum zu erleben sein werden.

artist in residence
RIAS Kammerchor Berlin

Konzertchor des Goethe Gymnasiums/Rutheneum seit 1608 Gera
Christian K. Frank, Leitung

Capella de la Torre
Katharina Bäuml, Schalmei und Leitung

Justin Doyle, Leitung

Location

St. Johanniskirche Gera
Zabelstraße 2
07545 Gera
Germany
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Die Johanniskirche ist Geras Haupt- und Stadtkirche. Bereits im 12. Jahrhundert wurde sie am Johannisplatz in der Nähe der alten Stadtburg gegründet. Im 17. Jahrhunderts wurden hier die "Musikalischen Exequien", die der berühmte Barockkomponist Heinrich Schütz als Trauermusik für Heinrich Posthumus Reuß komponierte, uraufgeführt.

Mit der Einweihung der Johanniskirche Gera wurde im Jahre 1885 eine neue Orgel eingeweiht, die von dem Orgelbauer Richard Kreutzbach (Borna) auf der Westempore erbaut worden war. Von dem zweimanualigen Instrument sind heute noch der Prospekt sowie ein Großteil des Pfeifenmaterials vorhanden. 1928 wurde das Instrument auf drei Manuale erweitert und umgebaut. Sie hat heute 57 Register auf drei Manualen und Pedal.

Die erste Geraer Johanniskirche stand am heutigen Johannisplatz in der westlichen Altstadt und ist bereits um 1200 als Pfarrkirche erwähnt. Bis zur Errichtung der Salvatorkirche im 18. Jahrhundert war sie die einzige Pfarrkirche der Stadt. Ihre Gruft bildete die Grablege der Herren von Reuß-Gera.