Mahn- und Gedenkstätte Ahlem

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Auf dem Gelände der früheren Israelitischen Gartenbauschule Ahlem erinnert heute die Mahn- und Gedenkstätte Ahlem an die Schicksale hunderter Juden aus der Region Hannover. Im Mittelpunkt stehen vor allem die grauenhaften Geschehnisse als die Schule als Sammelstelle für Deportationen genutzt wurde.

Als Bildungseinrichtung für Gartenbau und Handwerksberufe wurde die die Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover im Jahr 1893 gegründet. Anlass war die rasant steigende Zahl jüdischer Bürger, die ihre Situation durch Bildung und qualifizierte Arbeit verbessern wollten. Aus der erst kleinen Schule wurde mit der Zeit eine renommierte Einrichtung, deren Schüler vielfach zurück nach Israel auswanderten und entscheidend zum Aufbau des Staates beitrugen. 1941 war das Ende der Schule gekommen, die Gestapo schloss die Einrichtung und richtete stattdessen eine Sammelstelle für Deportationen ein. Auch Hinrichtungen wurden hier vollzogen, bis die Alliierten dem Grauen ein Ende setzen konnten.

Seit 1993 ist in der Israelitischen Gartenbauschule eine Mahn- und Gedenkstätte eingerichtet, in der an die grausamen Morde, an die Zwangsarbeit und Kriegsgefangenen erinnert werden soll. Über 4.000 Namen der Verfolgten des Holocaust sind hier dokumentiert. Auch kulturellen Veranstaltungen gibt die Mahn- und Gedenkstätte einen würdigen Rahmen.

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