Hauptkirche St. Marien

Kirchstraße 20, 01911 Kamenz, Deutschland Route planen

Auf einem Bergsporn über Kamenz thront die Hauptkirche St. Marien und prägt seit Jahrhunderten die Silhouette der Stadt. Mit ihrem 66 Meter hohen Turm ist die Kirche nicht nur selbst weithin sichtbar, sie bietet auch einen spektakulären Ausblick über die unter ihr dahinfließende Schwarze Elster und das Umland.

Als einzige Kirche nördlich der Alpen wurde die St. Marienkirche ab 1275 aus Granit errichtet, lediglich die Maßwerkfenster bestehen aus Sandstein und heben sich so farblich vom gesamten Gebäude ab. Der Anblick der spätgotischen Hallenkirche wird von den beiden mächtigen Satteldächern beherrscht, die die beiden Kirchenschiffe überspannen. Nach der Erneuerung der Ausstattung um 1890 sind von den wertvollen Ausstattungsstücken einige der mittelalterlichen Schätze erhalten geblieben: Vor allem der Marienaltar von 1500 ist ein wahres Meisterwerk der Schnitzkunst, ebenso der Michaelisaltar.

Mit der Renovierung kam auch eine wertvolle Walcker-Orgel in die Kirche, von deren Klang sich die Besucher sowohl zu den Gottesdiensten als auch den vielen Kirchenkonzerten verzaubern lassen dürfen. Im Altarvorraum der Hauptkirche St. Marien befinden sich zudem die Grabsteine der Eltern eines der berühmtesten Söhne von Kamenz: Gotthold Ephraim Lessing wurde in ebenjener Kirche getauft, sein Vater war 50 Jahre lang Pastor hier gewesen.

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