Stadtpfarrkirche St. Martin

Kirchplatz, 88400 Biberach, Deutschland Route planen

Sowohl für die evangelische als auch die katholische Gemeinde ist die Stadtpfarrkirche St. Martin religiöser Mittelpunkt. Seit Jahrhunderten als Simultankirche genutzt, ist sie zudem die älteste und größte Kirche Biberachs. Innerhalb des kunsthistorisch wertvollen Gotteshauses finden sich zu jeder Tageszeit Menschen auf der Suche nach Einkehr oder um die Schönheit des Raums auf sich wirken zu lassen. Als Simultankirche finden in St. Martin neben den regulären Gottesdiensten oft ökumenische Gottesdienste statt, ebenso wie Morgen- und Abendandachten oder verschiedenste Gemeindeveranstaltungen. Auch zu den vielen erstklassigen Kirchenkonzerten finden viele ihren Weg in die Stadtpfarrkirche St. Martin.

Bereits im 7. Jahrhundert gab es hier eine Kapelle, aus der 1370 die heutige Kirche entstand. Über die Jahre immer wieder erweitert und ausgebaut, präsentiert sie sich heute als prachtvoll barockisierte Basilika. Nachdem St. Martin nach der Reformation zunächst protestantisch war, wird sie seit 1548 simultan genutzt – ein bis auf den Dom zu Bautzen wohl einmaliges Konzept für diese lange Zeit. Das Hauptschiff ist dabei in gemeinsamem Besitz, die einzelnen Räume unter den Konfessionen aufgeteilt. Über die Jahre hinweg erhielt die Kirche Sakristei, Nebenkapellen und eine imposante Überwölbung.

Besonderes Augenmerk gilt dem fantastischen Deckenfresko Johannes Zicks: Gestaltet als illusorischer Raum führt das kunstvolle Gemälde die Kirchgänger in biblische Themen ein. Diese sind aus Rücksicht auf dem Simultancharakter des Gotteshauses lediglich den gemeinsamen Kirchenfesten entnommen und zeugen vom wahren Können des Künstlers. Im Chorbogen fällt sofort die große, goldene Uhr ins Auge, die heute wie damals allen die Zeit anzeigt. Als älteste Kirche Biberachs birgt St. Martin natürlich auch einige historische Schätze unter ihrer Ausstattung: Die geschnitzte Kanzel im Hauptschiff sowie ein ausdrucksstarkes Kruzifix in der Brandenburgischen Kapelle stammen noch aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Derzeit sind leider keine Termine verfügbar.