Zionskirche Berlin

Zionskirchstraße 44, 10119 Berlin, Deutschland Route planen

Hoch über Berlin thront die Zionskirche, die einst auf einer der höchsten Erhebungen der Hauptstadt errichtet wurde. Als Wirkungsstätte eines der bedeutendsten Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus erlangte die Zionskirche in Berlin Berühmtheit. Auch in der DDR formierte sich im Gotteshaus der Widerstand und setze so die Tradition der Kirche, die Geschichte schreibt, fort.

Im Jahr 1866 konnte mit dem Bau der Zionskirche begonnen werden, die Kaiser Wilhelm I. stiftete und zu deren Einweihung er eigens nach Berlin reiste. Als Backsteinbau im Stil der Neoromanik präsentiert sich das beeindruckende Gotteshaus, das eine bewegte Vergangenheit hinter sich hat. Durch die Bomben im Zweiten Weltkrieg schwer angeschlagen, hinterließen auch die Jahreszeiten ihre Spuren, die Zionskirche war Ziel zahlreicher Plünderungen und zuletzt Zeuge des Skinheadüberfalls von 1987. Die Renovierungsarbeiten dauern bis heute an und können nur dank zahlloser ehrenamtlicher Spenden durchgeführt werden.

In den 1930er Jahren war die Zionskirche Wirkungsstätte des evangelischen Stadtsynodalvikars Dietrich Bonhoeffer, der sich der Konfirmanden in der Gemeinde annahm. Wegen seines andauernden Engagements gegen das NS-Regime wurde er 1945 auf ausdrücklichen Befehl Hitlers hingerichtet. Auch die Umweltbibliothek, die einzige freie Druckerei der DDR, hatte ihre Heimat in der Zionskirche.

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