Schloss Glienicke

Königstraße 36, 14109 Berlin, Deutschland Route planen

Unweit der historisch bedeutsamen Glienicker Brücke findet man das Schloss Glienicke, das als Gebäude sowohl architektur- und kunstgeschichtlichen als auch kulturgeschichtlichen Ranges zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Gemeinsam mit dem wunderschönen Schlosspark bildet das Schloss ein wahres Juwel der Kultur- und Kunstlandschaft. Erbaut vom wohl bedeutendsten europäischen Architekten des Klassizismus und mit teilweise originärem Interieur lockt das Schloss Glienicke zahlreiche neugierige Besucher an. Auch die Konzerte im Schloss zählen zu den kulturellen Highlights der Region.

Als der damals 21-jährige Prinz Carl von Preußen von seiner Italienreise zurückkehrte, war er von der dortigen Architektur so begeistert, dass er selbst im Besitz einer solchen Villa sein wollte. Auf dem Landgut Glienicke mit seiner mediterran wirkenden Landschaft verwirklichte Karl Friedrich Schinkel diesen Traum. Das ehemalige Landhaus wurde so zu einem beeindruckenden klassizistischen Schloss, dessen Gebäude mit Casino, Teepavillon und Gartenhaus klar gegliedert sind und in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Schon damals fanden auf dem Schloss regelmäßige Konzerte statt, Prinz Carl und seine Gemahlin galten als großer Musikliebhaber. Seit 1997 wird diese Tradition mit den klassischen Konzerten auf Schloss Glienicke fortgesetzt. Durch die hochkarätigen Musiker und die hohe musikalische Qualität der Darbietungen haben sich die Konzerte auch international großes Renommee erspielt.

Das Schloss beherbergt in seinen Räumlichkeiten das Hofgärtnermuseum, das als erstes europäisches seiner Art die Facetten der Ausbildung und Arbeit zahlreicher Hofgärtner zeigt. Einige Räume sind zudem mit originärem Interieur ausgestattet und vermitteln einen lebhaften Eindruck vom damaligen Leben. Herzstück des Schlosses ist dabei der Rote Saal, baulich umrahmt vom türkisen Schlafgemach, Marmorzimmer und blauer Bibliothek. Der Rote Saal wirkt mit dem klassizistischen Marmorkamin, vergoldeten Lüstern und Bilderrahmen und dem Mahagonitisch mit festlichem Tafelgedeck äußerst repräsentativ und war einst der Festsaal des Schlosses. Wie im Roten Saal wurden alle Räumlichkeiten anhand von Fotos rekonstruiert.

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